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„Massive Verletzungen am gesamten Körper“

Polizei rekonstruiert Unglücksfall „Massive Verletzungen am gesamten Körper“

Für die Polizei ist die Ursache des Todes eines Landwirtes auf einem Feld nordöstlich von Scheden geklärt. Wie schon nach dem ersten Anschein zu vermuten war, geht die Polizei von einem tragischen Unglück aus. Eine Obduktion des 58-jährigen Landwirts werde es nicht geben, erklärte Polizei-Sprecherin Jasmin Kaatz gestern. Auch von der Staatsanwaltschaft wurde die Leiche freigegeben.

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Am Schauplatz des Unglücks: Die übrigen Rinder weiden friedlich.

Quelle: Hinzmann

Scheden. Der Tote war am Mittwochmittag von einer Spaziergängerin auf der Weide neben seinem Trecker entdeckt worden. Der Mann war offenbar am Vormittag desselben Tages von seinem eigenen Bullen angegriffen worden, nachdem der Landwirt versucht hatte, seine kleine Herde auf eine Nachbarweide zu führen (Tageblatt berichtete). Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte der Bauer vermutlich eine Kuh hinter seinen Trecker gebunden und fuhr damit vor den anderen Tieren her, bevor der Bulle angriff.

Der Bulle, ein 800 bis 1000 Kilogramm schweres Tier der Rasse rotbuntes deutsches Fleckvieh, habe längere Zeit nicht von dem 58-Jährigen abgelassen. Die Leiche wies laut Polizei „massive Verletzungen am ganzen Körper“ auf. Hörner hatte das zwei bis drei Jahre alte Tier nicht mehr.
Ein Fremdverschulden schließe die Polizei aus, erklärte Kaatz weiter. Das ergebe sich aus den Verletzungen und den aufgefundenen Spuren. Der Bulle wurde nach dem Angriff beim Polizeieinsatz mit mehreren Gewehrschüssen getötet, weil er außerhalb der eingezäunten Wiese stand und immer noch aggressiv wirkte. Eine erste Überlegung, das Tier mit einem Blasrohrgeschoss zu betäuben, wurde daher verworfen.

Weil die Todesursache klar sei, werde die Leiche nicht obduziert, sagte Kaatz. Da es keinen Zeugen gebe, müsse man den Unfallhergang komplett rekonstruieren. Die Spaziergängerin, die den Toten fand, war erst Stunden nach dem Unfall, am Nachmittag gegen 14 Uhr, an der Weide eingetroffen.

Dennoch müsse der Ablauf des Unglücks genau rekonstruiert werden, erklärte Kaatz das weitere Vorgehen. Dazu würden sämtliche Spuren ausgewertet.

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Spaziergängerin findet Leiche

Tödliches Unglück auf der Weide: Ein Landwirt ist auf einem Feld bei Scheden von seinem eigenen Bullen angegriffen und getötet worden. Die Polizei vermutet, dass der 58-Jährige seine aus acht Tieren bestehende Herde auf eine etwa zwei Kilometer von Scheden entfernten Weide bringen wollte.

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