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Material wie für Metallica

NDR 2 Soundcheck Festival Material wie für Metallica

Das NDR 2 Soundcheck Neue Musik Festival kommt nach Göttingen und der Albaniplatz wird zur Event-Location für bis zu 6500 Zuschauer. Für die dortige Bühne wurden 90 Tonnen Stahl und Aluminium verbaut.

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Aus viel Aluminium und Stahl entsteht die NDR2 City Stage.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Fünf Spielorte sind Teil des NDR 2 Soundcheck Neue Musik Festivals in Göttingen. Die Künstler werden in der Stadthalle, dem Deutschen Theater, dem Jungen Theater, der Lokhalle und auf der NDR 2 Stage auf dem Albaniplatz zu sehen sein. Der Albaniplatz, der Parkplatz vor der Stadthalle, wird zu einem Event-Platz für bis zu 6500 Zuschauer.

Es werden Kabel verlegt, die Bühne aufgebaut, Zelte aufgestellt…, es ist richtig wuselig auf dem Albaniplatz. Schwer beladene Sattelschlepper landen an, werden abgeladen. Allein für die 12 mal 20 Meter große Bühne werden 90 Tonnen Stahl und Aluminium verbaut. Am Donnerstag muss alles fertig sein, damit die große Show beginnen kann.

Der Aufbau wird im Festivalproduktionsbüro im obersten Stockwerk der Göttinger Stadthalle koordiniert. Hier sitzt auch der Produktionsleiter Paul Kunze. Der Sozial- und Politikwissenschaftler aus Braunschweig ist nach einem Praktikum im Veranstaltungsmanagement hängen geblieben und nun für die über 800 Menschen zuständig, die sich derzeit mit dem Festival befassen – vom Caterer über die Techniker und Helfer bis zum NDR-Personal. Im Büro in der Göttinger Stadthalle laufen alle Drähte zusammen. „Wir werden etwa 24 komplette Lkw-Ladungen Equipment für das hiesige Festival verbauen. Das entspricht etwa dem Material, dass Metallica bei einem Arena-Konzert mitbringt – das ist aber für die Festival mitten in der Stadt ziemlich viel“, sagt Kunze. „Zudem haben wir in den Veranstaltungsorten in Göttingen den großen Vorteil, dass vieles schon vorhanden ist.“ An die Stadthalle wird derzeit noch ein 200 Quadratmeter großes Zelt angebaut, dort gibt es einen Catering-Bereich und weitere Arbeitsplätze.

Es geht ganz entspannt zu, große Hektik ist nicht zu verspüren. „Das Festival findet zum sechsten Mal statt und ich bin zum sechsten Mal dabei“, sagte Kunze. „Vergangenen Montag haben wir mit dem Aufbau begonnen, kommenden Montag ist der letzte Mülleimer geleert“, sagt Kunze, doch die Arbeit für das Festival laufe das gesamte Jahr. „Jeder Ablauf wird gleich dokumentiert, damit sparen wir uns Arbeit im kommenden Jahr.

Zwei Kabelbrücken versorgen den Albaniplatz. Eine kommt von der Stadthalle, über sie werden die Daten verschickt. Die andere geht über die Herzberger Landstraße und versorgt den Platz mit „ziemlich viel Strom“, sagt Kunze. Nur um den Platz zu versorgen, hat Festival-Elektriker Jan Szielasko schon zwei Kilometer Kabel verlegt. Probleme gab es bisher keine. „Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Kunze. Das Team verfügt sogar über ein Funknetzwerk. Lokhalle, Stadthalle, Deutsches Theater und auch das Junge Theater sind über eine Relaisstation oben auf dem Neues Rathaus verbunden, so klappe die Kommunikation reibungslos, so Kunze. Zudem werden noch ein Dutzend Telefonzeitanschlüsse mit einer Kapazität insgesamt von 350 Mbit für Telefon, WLAN und Internet bereitgestellt.

Die Sicherheit (siehe Kasten) wird groß geschrieben. „Wir haben jegliche Szenerie durchgespielt“, so Kunze. Sollte es zu ungewöhnlichen Wetterereignissen kommen, würde der Albaniplatz geräumt werden. Kunze schaut auf seine Wetter-App. „Das sieht derzeit allerdings nicht so aus. Ich hoffe, dass es nicht regnen wird.“

Er lobt die Möglichkeiten in Göttingen. „Es ist toll, dass wir alles so zentral unterbekommen, so etwas findet man sehr selten“, sagt Kunze, lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Göttingen und lobt die Stadthalle. „Sie könnte zwar schöner sein, doch für uns ist sie unglaublich funktional.“

Alle Infos zum Festival finden sich auf der Tageblatt-Sonderseite.

Safety First

Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten , ist beim Soundcheck Festival „Safety First“ angesagt: Zusammen mit der Stadt und mit Unterstützung der Polizei Göttingen wird es an allen Zugangsbereichen zu erweiterten Einlass- und Sicherheitskontrollen sowie zeitweise zu Straßensperrungen kommen.

Rucksäcke und Taschen, die größer als DIN-A4-Format sind, dürfen nicht in die Veranstaltungsstätten – die Stadthalle, das Deutsche Theater, das Junge Theater, die Lokhalle und zur NDR 2 City Stage auf den Albaniplatz – mitgenommen werden. Nicht erlaubt sind weiterhin Regenschirme, Sitzmöbel, Hocker, Tritte, Kisten, Hieb-, Stich-, Schuss- oder Schlagwaffen, Feuerwerk, Video- oder Audio-Aufnahmegeräte, Kameras mit Wechselobjektiv sowie Glas, Flaschen oder Dosen. Darüber hinaus ist die Mitnahme von Tieren nicht gestattet.

Getränke in kleineren Verpackungen (PET, Tetra Pak) dürfen bis zu einer Größe von maximal 0,5 Litern mitgebracht werden. Am Eingang zur Lokhalle wird es verschiedene Einlassbereiche geben. Besucher ohne Taschen können „Fast Lanes“ nutzen, um einen schnelleren Zugang zur Halle zu erhalten.

Zur NDR 2 City Stage auf dem Albaniplatz gibt es zwei Zugänge: im Norden von der Herzberger Landstraße, im Süden über den Albanikirchhof. An beiden Zugängen wird es Einlasskontrollen geben. Anwohner müssen, wenn sie das Veranstaltungsgelände der NDR 2 City Stage passieren wollen, Sicherheitskontrollen passieren. Alternativ können sie über die Obere Karspüle ausweichen. Die Straßen Albanikirchhof (ab Kreuzung Lange-Geismar-Straße/Obere Karspüle bis zur Einmündung in die Herzberger Landstraße) und Herzberger Landstraße (ab Gesundheitsamt bis zur Kreuzung Friedländer Weg/Düsterer Eichenweg) sind von Donnerstag, 14. September, 6 Uhr bis Montag, 18. September, 6 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt.

Auch das Lokhallengelände ist von Sonnabend, 16. September, ab 14 Uhr bis Sonntag, 17. September, 1 Uhr für den Verkehr gesperrt. Die Personenkontrollen für das Festival-Finale „NDR 2 Musikszene Deutschland“ finden außerhalb der Halle auf dem Lokhallengelände statt.

Von Frank Beckenbach

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