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Maulwürfe verunstalten Parks und Sportplätze

Aktiver als in früheren Jahren Maulwürfe verunstalten Parks und Sportplätze

Ob am Kiessee oder auf dem Sportplatz Nikolausberg: Die braunen Hügel auf vielen Grünflächen der Stadt häufen sich. Seit einiger Zeit, weiß auch das Göttinger Grünflächenamt, sind die Maulwürfe im Stadtgebiet aktiver als früher.

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Maulwurfshügel, so weit das Auge reicht: Clément Laigneau misst nach, wie groß die Haufen sind.

Quelle: Hinzmann

Das jedenfalls hat Wilfried Holzapfel, beim Fachbereich Stadtgrün und Umwelt der Stadtverwaltung für Grünflächenpflege zuständig, festgestellt: „Die Maulwürfe sind diesmal ziemlich früh im Gange.“ Aber nicht erst seit diesem Jahr. Bereits seit einigen Jahren lasse sich beobachten, dass die Nagetiere mehr Haufen produzieren als in weiter zurückliegenden Jahren: „Früher war im Winter nichts zu beobachten.“
Für den Winter 2010/2011 hat Holzapfel eine Erklärung für verstärkte Maulwurf-Grabungen – eine, die erst auf den zweiten Blick einleuchtet. Der viele Schnee schon im Dezember vergangenen Jahres habe dazu beigetragen, dass die Maulwürfe auch im Winter weitermachen konnten. Dabei machte es nicht viel aus, dass es im vergangenen Winter schon sehr früh ziemlich kalt war: Der viele Schnee verhinderte, dass der Boden schnell nach unten durchfror und dem Grabungsdrang der Maulwürfe ein knallhartes Ende setzte.
Allerdings habe sich eine vergleichsweise rege Aktivität der Nager auch schon in den vorausgegangenen Jahren feststellen lassen. Noch vor fünf, sechs Jahren habe es nicht so viele Maulwurfshügel gegeben. Eine Erklärung dafür hat der Grünflächen-Fachmann allerdings nicht.

Ähnliche Erkenntnisse über verstärkte Maulwurfsaktivitäten liegen dem Landkreis nicht vor, erklärt Umweltdezernentin Christel Wemheuer. Ein Grund, sagt die Dezernentin, mag allerdings die Tatsache sein, dass reine Rasenflächen im Kreisgebiet eher selten seien.

  Maulwurf-Informationen
 

Menschen bekommen Maulwürfe im Gegensatz von den von ihnen produzierten Hügeln nur selten zu Gesicht. Vielleicht deswegen überschätzen manche die Größe der Tiere, die mit den oberflächlich sichtbaren Haufen ihrer unterirdischen Gangsysteme manchen Gärtner und Rasenpfleger zur Weißglut bringen können. Die Kopfrumpflänge beträgt zehn bis 17 Zentimeter, dazu kommt der Schwanz mit zwei bis 4,5 Zentimetern Länge. Das Gewicht erwachsener Tiere liegt meist zwischen 60 und 120 Gramm.

Die plump wirkenden Säugetiere sind zudem flinker als oft vermutet. In fertigen Gängen können Maulwürfe mit Geschwindigkeiten von vier Kilometern pro Stunde laufen – also etwa Fußgängergeschwindigkeit. Auch beim Graben sind Maulwürfe erstaunlich fix: Ist das Erdreich locker genug, schaffen die Tiere bis zu sieben Meter in der Stunde. Die meisten Maulwurfsgänge liegen nur etwa zehn bis 20 Zentimeter Meter unter der Erde – manchmal noch oberflächennaher, aber unter der Hauptwurzelregion.

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