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Mediziner rechnen mit steigenden Grippezahlen

Volle Wartezimmer in Göttingen Mediziner rechnen mit steigenden Grippezahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) erwartet in den kommenden Wochen mehr Grippefälle in Deutschland. In der Region Göttingen wie auch in ganz Niedersachsen ist von einer Grippewelle noch so gut wie nichts zu spüren – noch nicht. Dennoch beginnen sich die Wartezimmer zu füllen.

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Ob Grippe oder Erkältung: Schlecht fühlt man sich in jedem Fall.

Quelle: TK

Göttingen/Berlin. Im benachbarten Sachsen-Anhalt nämlich sieht es anders aus. Dort steigen die Krankenzahlen rasant an, wie der Sprecher des dortigen Sozialministeriums, Holger Paech, erklärt. „Man kann jetzt von einer beginnenden Grippewelle sprechen“, erklärte Paech. Es gebe doppelt so viele Neuerkrankungen wie in normalen Jahren.

In der Region Göttingen hingegen ist eine Grippewelle bislang ausgeblieben . Es sei „relativ ruhig“, sagt Helmut Eiffert, Professor für Virologie am Universitätsklinikum Göttingen: „Alles noch im normalen Bereich“, auch wenn ein Einstieg ins Grippegeschehen in Niedersachsen schon beobachtet werde. Darin dominiere die saisonale Grippe, die Fälle von Schweinegrippe machten zehn bis 20 Prozent aus.

In Göttingen und Umgebung indes beginnen sich die Wartezimmer zu füllen. So bei Dr. Gesine Reh. Zurzeit könne sie jedoch noch nicht sagen, bei wie vielen ihrer Fälle es sich um die echte Grippe oder nur einen grippalen Infekt handele, sagt die Internistin. Auf jeden Fall lohne sich immer noch eine Grippeimpfung. Die Antikörper bildeten sich innerhalb von zwei Wochen, so dass eine gute Chance bestehe, rechtzeitig einen Immunschutz aufzubauen. Auch sei Impfstoff noch in ausreichender Menge verfügbar .

Um eine Grippeinfektion wie auch andere grippale Erkrankungen zu verhindern, gebe es eine Reihe einfacher hygienischer Maßnahmen, sagt Reh. So rät die Internistin ihren Patienten, nach Möglichkeit Menschenmassen zu meiden . Wer nach Hause kommt, solle sich als erstes die Hände waschen . Gerade in der Heizungsperiode sollten die Menschen dafür sorgen, dass die Nasenschleimhäute nicht austrocknen: Wenn dies doch geschieht, seien die Schleimhäute ein offenes Eingangstor für die Erreger. Daher sei auch der Aufenthalt in allzu warmen Räumen eher ungünstig. Andererseits, so Reh, solle man sich vor Kälte schützen: Wer auskühlt, laufe Gefahr, seine Abwehrkräfte zu schwächen.

Generell erwartet das RKI in den kommenden Wochen mehr Grippefälle in ganz Deutschland. Derzeit stehe man erst am Anfang einer Grippewelle, sagt die RKI-Epidemiologin Silke Buda: „Die Zahlen steigen noch deutlich, und das erwarten wir auch für die kommenden Wochen.“

Echte Grippe oder nur Erkältung?

Häufig werden die Begriffe „ Grippe“ und „Erkältung“ verwechselt . Grund: Einige Symptome ähneln sich, und häufig wird eine Erkältung als „grippaler Infekt“ bezeichnet. Wer mit Fieber und Gliederschmerzen das Bett hüten muss, hat daher nicht notwendigerweise eine Grippe. Die richtige Grippe oder Influenza nämlich verläuft viel schwerer als eine normale Erkältung.

Ein wichtiger Hinweis , an dem auch Laien erkennen können, ob es sich um eine Erkältung oder die Grippe handelt, ist der Beginn der Erkrankung. Eine Erkältung entwickelt sich in der Regel allmählich – mit Niesen und laufender Nase, dann kommen Husten und Heiserkeit dazu. Nach einigen Tagen fühlt man sich erschöpft und abgeschlagen.

Anders die Grippe: Sie beginnt plötzlich und viel heftiger . Mehrere Symptome wie Husten, Fieber und Schmerzen treten gleichzeitig und stärker auf als bei einer Erkältung. Hohes Fieber von 39 Grad und mehr kann über Tage anhalten. Oft begleiten Schüttelfrost, Luftnot und allerlei Schmerzen die Grippe.

hein/dpa

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