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Mehr Geld und einheitliche Tarife: Streik an Schule in Göttingen

Arbeit niedergelegt Mehr Geld und einheitliche Tarife: Streik an Schule in Göttingen

Etwa 100 pädagogische Mitarbeiter und angestellte Lehrer aus Südniedersachsen haben am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt und in Göttingen demonstriert. An zwei Förderschulen in Göttingen und Osterode fiel der Unterricht aus. Die Beschäftigten im Landesdienst fordern mehr Geld (plus 6,5 Prozent) und eine tarifliche Eingruppierung aller Lehrkräfte.

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Streik statt Unterricht: Erzieher, Therapeuten und Lehrer machen Druck im Tarifstreit für Landesbedienstete.

Quelle: CH

Göttingen. Außerdem wehren sie sich gegen eine Kürzung ihrer Urlaubsansprüche und befristete Arbeitsverträge. Trillerpfeifen, Rasseln und laute Musik vor der Heinrich-Böll-Schule in Geismar. In der Schule für Kinder mit überwiegend Körperbehinderungen ist es still – das Gebäude ist verwaist. Die Sozialpädagogen, Therapeuten und angestellten Lehrer stehen draußen und begrüßen lautstark Kollegen von der Wartberg-Förderschule in Osterode und von anderen Schulen in Northeim und Uslar. Auf Plakaten fordern sie „soziale Gerechtigkeit“ und protestieren gegen „100 Prozent Arbeit bei 80 Prozent Lohn“.

Abschlusskundgebung in Hannover

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zu ersten Warnstreiks an ausgewählten Schulen in Niedersachsen aufgerufen – mit Abschlusskundgebung in Hannover. „Wir haben die Schnauze voll“, verkündet am Megaphon GEW-Sekretär Bernd Brombacher. Sein Appell geht auch an die gerade vereidigte neue Landesregierung: „Sie soll jetzt ihren Einfluss geltend machen.“ Vergangenen Freitag waren erste Tarifverhandlungen zwischen Vertretern der Landesregierungen und Gewerkschaften gescheitert. In den kommenden Tagen soll es weitere Streikaktionen auch von Verdi-Mitgliedern geben – unter anderem in Straßenmeistereien.

Die Eltern der Heinrich-Böll-Schule seien vorab informiert worden und zeigten Verständnis für „unser Anliegen“, versicherte GEW-Mitglied und Erzieher Norbert Tietze. Auch für sie sei es wichtig, dass gut ausgebildete Erzieher zu fairen Löhnen in den Schulen arbeiteten. Die meisten Böll-Kinder seien an diesem Streiktag zuhause geblieben. Für die wenigen Anwesenden hätten die Lehrer eine Notbetreuung organisiert – auch in Osterode.

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