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Mehr Marderhunde im Landkreis Göttingen

Einwanderer aus Osteuropa Mehr Marderhunde im Landkreis Göttingen

Der Marderhund scheint sich im Landkreis Göttingen immer weiter auszubreiten. Zumindest läuft er den Jägern deutlich öfter vor die Flinte als in der Vergangenheit. Im abgelaufenen Jagdjahr 2011/2012 wurden nach Zahlen der Landesjägerschaft im Kreisgebiet 33 Marderhunde geschossen.

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Verbreitet sich auch in der Region Südniedersachsen: der allesfressende Marderhund.

Quelle: DPA

Göttingen. In den Vorjahren waren die auch „Enok“ genannten Tiere dagegen nur sehr vereinzelt erlegt worden. Landesweit wurden im vergangenen Jagdjahr in Niedersachsen gut 1000 Marderhunde zur Strecke gebracht . Dies ist die zweithöchste Zahl, seitdem um die Jahrtausendwende die ersten Marderhund-Abschüsse registriert wurden. Hauptverbreitungsgebiet des Marderhundes in Niedersachsen sind die östlichen Landkreise. Die meisten Tiere (180) wurden im Landkreis Lüchow-Dannenberg erlegt.

Der allesfressende Marderhund , der bis zu 80 Zentimeter lang und mehr als acht Kilogramm schwer werden kann, stammt ursprünglich aus Ostasien. Seine natürlichen Verbreitungsgebiete sind China, Korea, Vietnam und Südost-Sibirien. In Russland wurden die Tiere im großen Stil zur Pelzzucht genutzt. Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts Tausende Exemplare freigelassen wurden, verbreitet sich die Marderhund mit hohem Tempo auch nach Westen.

Die Tiere lieben gewässerreiche Lebensräume mit Laub- und Mischwäldern, feuchte Wiesen und mit Schilf bestandene See- und Flussufer. Nach Einschätzung der Landesjägerschaft haben sie in Niedersachsen kaum natürliche Feinde. Nur die Luchse im Harz könnten dem Enok gefährlich werden.

Der Leiter des Luchsprojektes beim Nationalpark, Ole Anders, glaubt aber nicht, dass die Raubkatzen den Marderhund aufhalten können. „Sie greifen sich vielleicht ab zu einmal ein Exemplar.“ Trotzdem sei der  Marderhund inzwischen auch im Harz angekommen . Wie viele Marderhunde mittlerweile in der Region Südniedersachen  leben, lässt sich nach Angaben der Landesjägerschaft nur sehr schwer schätzen. Denn die Tiere sind weitgehend nachtaktiv und gegenüber Menschen ziemlich scheu.

Von Matthias Brunnert

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