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Millionen Radfahrer nutzen 2016 den Radschnellweg

Göttinger Rad-Projekte 2017 Millionen Radfahrer nutzen 2016 den Radschnellweg

Mehr als eine Million Radfahrer waren im vergangenen Jahr auf dem Göttinger Radschnellweg unterwegs. 1,069 Millionen Nutzer hat die Zählstelle an der Robert-Koch-Straße 2016 registriert. In diesem Jahr soll der Schnellweg vom Bahnhof Richtung Süden verlängert werden.

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Im Vergleich zu 2015 sind die Nutzerzahlen des Radschnellwegs im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Nach Angaben von Verwaltungssprecher Detlef Johannson haben wochentags im Oktober und November zwischen 3700 und 4200 Radler den Schnellweg pro Tag genutzt. An den Wochenenden jedoch nur um 1000. Als einer der stärksten Tage mit 5169 Nutzern sticht etwa der 1. November hervor.

Im Vergleich zu 2015 sind die Nutzerzahlen im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. "In 2015 hatten wir etwas mehr als eine Million Nutzer (1075631 an der Zählstelle Robert-Koch-Straße) über den Daumen rund 3000 pro Tag, knapp 90000 im Monat", sagte Johannson. Hinter dem Rückgang vermutet Johannson die Einführung des Semestertickets für Studenten: "Sind offenbar doch einige vom Fahrrad auf den Bus umgestiegen."

Das Projekt „eRadschnellweg“ der Stadt Göttingen hat im vergangenen Jahr den zweiten Platz beim „Deutschen Fahrradpreis“ in der Kategorie Infrastruktur belegt. Mit dem Bau dieses bundesweit ersten E-Radschnellwegs sei „ein neuartiges Netzelement in der Radverkehrsinfrastruktur Göttingens“ entstanden.

Die bisher zwischen 2013 und 2015 ausgebaute Strecke des Radschnellweg zwischen Nord-Uni und Bahnhof ist rund vier Kilometer lang, von denen 1,4 Kilometer als Fahrradstraße ausgewiesen sind. Auch die Baukosten für den vor mehr als einem Jahr offiziell eröffneten Schnellradweg betrugen 1,1 Millionen Euro, von denen die Stadt rund 660000 Euro getragen hat. Der Bund unterstützte den Bau aus seinem Förderprogramm „Schaufenster Elektromobilität“. Der Radschnellweg soll eine geeignete Infrastruktur für  E-Bikes und Pedelecs schaffen. 

Der Bau des weiteren Abschnitts Richtung Rosdorf hat nach Johannsons Angaben zwischen dem Infoturm am Busbahnhof bis zur Zoologie bereits begonnen. "Die Arbeiten sollen 2017 bis zum Rosdorfer Kreisel fortgesetzt werden. Lediglich die Arbeiten im Bereich der Großbaustelle am Groner Tor werden 2017 ausgespart und erst in 2018 realisiert", erläutert Johannson die weiteren Planungen. Als Route ist die Trasse vom Bahnhof über das Groner Tor, rechts auf die Groner Landstraße weiter über die Straßen Am Gartetalbahnhof, Leinestraße und Eisenbahnstraße bis zum Kreisel geplant. Von dort gehe es anschließend weiter bis zur Ortsdurchfahrtsgrenze. Dort gehe die Zuständigkeit auf die Gemeinde Rosdorf und den Landkreis über. Die Kosten für den Abschnitt vom Bahnhof bis Rosdorf gibt Johannson mit 2,2 Millionen Euro an, gefördert zu 75 Prozent vom Land.

In 2017 will die Stadt zwei bislang unbefestigte Strecken für den Radverkehr "fitmachen, so Johannson. Im Bereich der alten Dransfelder Bahnstrecke zwischen Autobahn 7 und Bundesstraße 3 und im Bereich des Hellewegs, Richtung Bovenden, in der Verlängerung der Robert-Koch-Straße. Zudem stünden die Arbeiten am Radverkehrsentwicklungsplan  im Vordergrund.

Mehr Infos zum Radverkehrsentwicklungsplan: www.gturl.de/radverkehr

Mehr Infos zum E-Radschnellweg: www.eradschnellweg.de

Fünf Prozent mehr Absatz bei Elektro-Rädern

Die deutsche Fahrradindustrie hat 2015 nach Schätzung des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) rund fünf Milliarden Euro umgesetzt. 4,35 Millionen verkaufte Fahrräder und Elektro-Bikes in Deutschland brachten davon einen Umsatz von gut 2,4 Milliarden Euro. Aktuell sind rund 72 Millionen Fahrräder auf deutschen Straßen unterwegs. Die gesamte deutsche Fahrradwirtschaft inklusive Tourismus steht für rund 278 000 Arbeitsplätze und 16 Milliarden Euro Umsatz. Für 2016 rechnet der Verband mit einem Absatzplus bei den Elektro-Rädern von rund fünf Prozent auf 560 000 Stück. 2015 lag ihr Anteil bei 12,5 Prozent - Tendenz wachsend. Bis zum Jahr 2025 werde der Anteil der E-Bikes auf 30 Prozent steigen, meint Verbandssprecher David Eisenberger. dpa

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