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Messer in Rücken gerammt: Mann vor Göttinger Schwurgerichtskammer

"Deine letzte Stunde" Messer in Rücken gerammt: Mann vor Göttinger Schwurgerichtskammer

„Das ist jetzt deine letzte Stunde.“ Mit diesen Worten hat ein 40 Jahre alter, unter Alkoholeinfluss stehender Hausmann seiner Lebensgefährtin angekündigt, dass er sie töten wolle. Dann riss er die 32-Jährige hinterrücks vom Stuhl, würgte sie, griff sich ein Küchenmesser und rammte es ihr in den Rücken.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Osterode/Göttingen. Seit Freitag muss sich der 40-Jährige wegen versuchten Totschlags vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Göttingen dafür verantworten.

Die Frau hat überlebt. Sie konnte sich aus der Wohnung in Osterod e zu Nachbarn flüchten und wurde in einer Notoperation im Universitätsklinikum Göttingen gerettet. Ihr einschlägig vorbestrafter Lebensgefährte hat sich bei ihr entschuldigt. Er könne sich an die Tat nicht erinnern, behauptete er zum Prozessauftakt. Er sagte aber: „So wie es die Geschädigte aussagt, wird es wohl stimmen.“

Wiederholungstat

Der 40-Jährige aus Sachsen-Anhalt hat schon einmal so gehandelt. Eine frühere Lebensgefährtin würgte der Hallenser aus Eifersucht fast bis zur Bewußtlosigkeit. Dafür war er zu zwei Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Diesmal ist versuchter Totschlag angeklagt.

Tatort ist die Wohnung der Frau in der Osteroder Altstadt. Er war bei ihr eingezogen, kochte und machte den Haushalt. Sie fuhr Taxi. Beide bewegten sich viel im Internet in sozialen Netzwerken. Sie war ihm offenbar dahinter gekommen, dass er einer Chat-Freundin ein „ich liebe dich“ gesendet hatte. Er sei eifersüchtig gewesen, weil auch sie mit Männern chattete.

Am Tattat, dem 5. September vergangenen Jahres, will er erst Bier, dann Schnaps, dann mit ihr eine Flasche Roséwein getrunken haben. Dann ging man in eine Bar. Er trank zwei doppelte Whiskey. Nein, das sei ja nicht viel gewesen, sagt er. Sonst trinke er mehr. Er habe aber solche Tage, da reichten ihm schon kleine Mengen für einen Filmriss. Der Blutalkoholtest ergab später 2,15 Promille .

Streit oder Eifersuchtsanfall

Nach dem Barbesuch, so das Opfer, habe man essen wollen. Sie habe Reis aufgesetzt. Mit Streit oder einem Eifersuchtsanfall habe sie nicht mehr gerechnet. Plötzlich habe er in der Küchentür gestanden und ihr die „letzte Stunde“ angedroht. Dann folgte der fast tödliche Gewaltexzess, an den sich der Angeklagte nicht mehr erinnert. Erst als die Polizei kam und ihm eine weitere Flasche Bier aus der Hand nahm, setzt die Erinnerung wieder ein.

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