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Mexikanische Feier in Hochschulgemeinde Göttingen

Las Posadas Mexikanische Feier in Hochschulgemeinde Göttingen

„En nombre del cielo / Os pido posada“ singt eine Gruppe von Menschen mit Kerzen in den Händen vorm Zentrum der Katholischen Hochschulgemeinde Göttingen (KHG). Übersetzt bedeuten die Zeilen so viel wie: „Im Namen des Himmels bitten wir um Herberge.“

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Stimmungsvoll: Posada-Fest bei der Katholischen Hochschulgemeinde.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Hinter der verschlossenen Gemeindetür erschallt daraufhin der Gesang eines ebenso großen Chores: „Geht bitte weiter! Ich kann euch nicht öffnen.“ Es ist der Auftakt zu einem Fest, das in Mexiko Tradition hat: dem Posada-Fest, das sich auf der Herbergssuche Josephs und der hochschwangeren Maria auf ihrem Weg von Nazareth nach Betlehem gründet. In Mexiko ziehen dabei Prozessionen von Kindern und Erwachsenen singend von Tür zu Tür und bitten symbolisch um Obdach, bis es ihnen gewährt wird.

Organisiert hat die vorweihnachtliche Feier der Verein Mexikaner in Göttingen, dem es um Kulturvermittlung und die Möglichkeit der Traditionspflege für Lateinamerikaner in der Universitätsstadt gehe, so Gründungsmitglied und Spanischstudentin Alina Neitzke (26). Ein weiteres Ziel „ist die Unterstützung sozialer Projekte in unserem schönen Mexiko“, sagt die Programmiererin und promovierte Mathematikerin Tania Garfias-Macedo (34).

Konkret geht es an diesem Abend um Cerca. Das Agrikultur-Projekt will der verarmten Gemeinde Atlauta an den Hängen des Popocatepetl in der Sierra Nevada dazu verhelfen, das natürliche Obst- und Gemüseangebot ihrer Umgebung als Lebensbasis zu nutzen. Dafür würde als Erstes Geld für den Notar benötigt, so der 32-Jährige Agrarwissenschaftsstudent Guillermo Garnica, damit Cerca eingetragener Verein werden könne und somit das Recht auf staatliche Unterstützung erhalte.

„Topfschlagen mit Kampfstock“

Dass der Abend Erfolg verspricht, zeigen nicht nur die beschlagenen Fenster und die mangelnde Bewegungsfreiheit im KHG-Zentrum. Anhand der zum guten Zweck verkauften Tamelas, einer mexikanischen Maismasse-Spezialität, die aufwendig in Maisblättern gegart und mit verschiedenen Chili-lastigen Füllungen versehen wird, schätzt Mit-Organisatorin und Spanischstudentin Lisa Willen (28) die Besucherzahl am frühen Abend bereits auf 200.

Und bevor am späteren Abend die Latin-Party losgeht, steht noch eine weitere mexikanische Tradition auf dem Programm: Drei Pinatas, mit Süßigkeiten gefüllte Pappmaché-Kugeln, warten darauf, bei einer Art „Topfschlagen mit Kampfstock“ zum Platzen gebracht zu werden – ein mitunter schwieriges Unterfangen.

Denn immer wieder entziehen sich die an Strippen befestigten, tänzelnden Kugeln ihrer blinden Angreifer. Dass jedoch verbundene Augen für einen echten mexikanischen Pinata-Profi kein Hindernis darstellen, zeigt der Bezwinger der größten Pinata: der 25-Jährige Alberto Rivera aus Vera Cruz.

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