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Meyer hält Finke-Markt für „nicht verträglich“

Oberbürgermeister will Verhandlungsabbruch Meyer hält Finke-Markt für „nicht verträglich“

Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) hat sich gegen eine Ansiedlung des Paderborner Möbelkonzerns Finke ausgesprochen. Dies geht aus einem Beschlussvorschlag hervor, über den am Montag eigentlich im Verwaltungsausschuss des Rates abgestimmt werden sollte.

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An der Hermann-Kolbe-Straße: Ikea will nicht mehr, Finke will, darf aber noch nicht.

Quelle: Hinzmann

„Dem Ansiedlungswunsch von Möbel Finke an der Hermann-Kolbe-Straße wird nicht nachgekommen. Die Stadt bricht die Verhandlungen mit Möbel Finke ab“, heißt es darin. Die Ansiedlung eines von Finke geplanten 46 000 Quadratmeter großen Möbelkompetenzzentrums (Tageblatt berichtete) sei mit dem Einzelhandelsgutachten „nicht vereinbar“, begründet Meyer. Vor dem Hintergrund, dass die Verkaufsflächen in der Innenstadt knapp 76 000 Quadratmeter und damit die Verkaufsfläche des Finke-Marktes 29 Prozent der Gesamtverkaufsfläche in Göttingen entsprechen würden und mit Kaufpark und Lutteranger bereits zwei großflächige Einzelhandelsstandorte außerhalb der Innenstadt vorhanden seien, erscheine das Finke-Vorhaben als „nicht verträglich“, so Meyer. Finke plane auf zehn Prozent der Flächen „innenstadtrelevantes Sortiment“ anzubieten.

Anders als Meyer hatten sich seine Parteigenossen aus der SPD-Ratsfraktion für eine Ansiedlung eines Finke-Möbelmarktes ausgesprochen. Es gebe bei einer Ansiedlung zwar Risiken für den Einzel- und Fachhandel, aber Konkurrenz fördere das Geschäft, sagte Fraktionschef Frank-Peter Arndt. Um die Auswirkungen für den Handel abschätzen zu können, hatte die SPD ein Gutachten gefordert. Arndt betonte, dass es wegen der unterschiedlichen Bewertung keinen „Dissenz“ zwischen Meyer und der Fraktion gebe. „Als Fraktion muss man eigenständig sein“, sagt Arndt. Andernfalls werde man nur als „Steigbügelhalter des Oberbürgermeisters“ wahrgenommen.

Auf ein Gutachten hat sich jetzt auch der Verwaltungsausschuss einstimmig verständigt. Über die Vorlage von Meyer wurde indes nicht abgestimmt. Eine Entscheidung über eine Ansiedlung sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, heißt es aus dem Ausschuss. Ob das Möbelkompetenzzentrum ohne negative Auswirkungen auf die Göttinger Einzelhandelsstruktur realisiert werden könne, soll im Rahmen der in diesem Jahr ohnehin anstehenden Aktualisierung des Göttinger Einzelhandelskonzeptes untersucht werden. Dieses soll noch in diesem Jahr vorliegen. Erst dann sollen Gespräche mit Finke wieder aufgenommen werden.

An dem Gelände an der Hermann-Kolbe-Straße hatte ursprünglich das Möbelhaus Ikea Interesse bekundet. Der Konzern sah allerdings von den Plänen ab. Man sei immer noch an Göttingen interessiert, sagt Ikea-Sprecherin Simon Settergren. „Das scheitert aber an einer passenden Fläche.“

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Kaum zeigt mal jemand Interesse, in Göttingen etwas Neues zu schaffen oder zu investieren, schon ruft das die Nein-Sager auf den Plan.

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