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Microfaser kontra Mopp

Frühjahrsputz Microfaser kontra Mopp

Kaum strahlt die Sonne, soll auch das eigene Heim oder das Auto erstrahlen – Frühjahrsputz. Das Tageblatt hat dazu den Test gemacht: drei Kandidaten stellen sich drei Aufgaben. Angelika Rutz tritt für die Putzprofis an, Landfrau Bärbel Metje schwingt die Lappen stellvertretend für die Hausfrauen und Anne Rothe nimmt als Studentin teil.

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Sind für den Frühjahrsputz gerüstet: Angelika Rutz, Bärbel Metje und Anne Rothe (von links). 

Als Örtlichkeit für den Putztest hat das Apex in Göttingen seine Räume zur Verfügung gestellt. Hier gibt es große Fenster, drei WCs und Fliesenboden – jeweils von den Kandidatinnen mit eigenem Material zu reinigen. Nur einige Lappen und ein dem Putzstein ähnliches Mittel in einer kleinen Dose bringt Hausfrau Bärbel Metje aus Oberode mit. „Mehr brauche ich nicht“, ist sie überzeugt. Für alle Fleckenfälle ausgerüstet ist Studentin Anne Rothe. Die 26-Jährige gesteht: „Ich kaufe das immer, und dann steht’s rum.“ Mit einigen wenigen Profireinigungsmitteln ist Angelika Rutz von der Gebäudereinigungsfirma Matthias Bettels ausgestattet und ins Rennen geschickt worden. 

Große Fensterflächen im Wintergarten – präpariert mit fettigen Fingertapsen – die erste Aufgabe für die drei Kandidatinnen. Lediglich mit zwei ihrer Wunderlappen aus Microfaser und klarem Wasser geht Metje ans Werk. Tobias Mertke vom Apex, zusammen mit dem Tageblatt die neutrale Jury des Tests, guckt skeptisch. Doch keine zwei Minuten später betrachtet die Hausfrau ihr Spiegelbild in der großen Glasfront. Unterdessen sind Profi- und Studentenfraktion noch kräftig am Wienern. 

„Salmiak und Spüli“ sind die Zutaten im Putzwasser von Rutz. „Das riecht aber stark“, stellt Rothe fest. Mit Wischer, Abzieher und Fensterleder geht die Arbeit zackzack. Rutz erzielt dennoch ebenfalls ein gutes Ergebnis, wenngleich die Ecken noch etwas feucht sind. 

„Von Mama gelernt“

Von ihrer Mama habe sie  gelernt, wie sich Fenster am besten Putzen lassen, so Rothe: „Essig und einen Tropfen Spülmittel ins Wasser“, dann wischen und mit einem Küchentuch trocken reiben. Die Methode erweist sich als effektiv und liefert ein blitzsauberes Ergebnis, dauert aber eindeutig zu lange. Bis die 26-Jährige die letzten feuchten Flächen trocken hat, tauschen ihre Konkurrentinnen längst Putztipps aus. „Dabei dachte ich, beim Fensterputzen wäre meine Methode die schnellste“, seufzt die Studentin.

Mit Fransen in die Ecken

Kein Problem stellt der mit Balsamico-Essig und Krümeln verschmutzte Fliesenboden für die Frauen dar. Am Ende aber, so die einhellige Meinung der Jury, ist Rothes Variante die beste. Grund: Ihr Fransen-Mopp kommt prima in die Ecken, und der Eimer mit Auswringvorrichtung hat den Vorteil, dass die Studentin deutlich rückenschonender arbeitet als Metje und Rutz. Die beiden hantieren mit Eimer, Lappen und Schrubber. Apex-Mann Mertke ist von allen drei gereinigten Flächen begeistert und stellt der Siegerin des Tests lachend einen Putzjob in Aussicht. 

Rutz hat diesen bereits, und zeigt wie ihre Mitstreiterinnen keine Hemmungen, die dritte Aufgabe anzugehen: das Pissoir. Handschuhe ziehen in diesem Fall alle drei Damen an. Die Profireinigerin geht routiniert und mit kalklösendem WC-Reiniger zur Sache. Sie greift zur Klobürste und reibt am Ende mit einem Lederlappen nach. Den „Schwamm für hartnäckige Fälle“ benötigt sie nicht. Das gereinigte Becken glänzt und überzeugt Mertke. Mit Schaum, Lappen, viel Wasser und Bürste nimmt sich Studentin Rothe des zweiten Urinals an. Die Armatur blitzt nach der Aktion wie neu, unter dem Pissoir indes hat sich jedoch eine Pfütze gebildet. Mit Putzstein und einem ihrer Microfasertücher hat Metje ihrerseits am Ende ein gutes Ergebnis, das allerdings durch einige Flusen und nicht beseitigte Ablagerungen im Ablauf getrübt wird. 

Am Ende ist sich die Jury einig: drei Aufgaben, drei Gewinnerinnen. Überzeugend beim Fensterputzen waren Metjes Microfaserlappen, beim Bodenwischen glänzte Roths Ausrüstung, und beim Pissoir hatte Rutz das richtige Putzzeug im Einsatz.

Von Britta Eichner-Ramm 

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