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Mieses Wetter sorgt für gähnende Leere in Freibädern

Kalte Dusche Mieses Wetter sorgt für gähnende Leere in Freibädern

Niedrige Besucherzahlen, hohe Kosten: Das miese Wetter verhagelt den Freibädern in der Region den Saisonstart. So musste wegen des Kälteeinbruchs das am Sonntag, 26. Mai, geplante Frühstück im Weender Freibad auf Sonntag, 2. Juni, verschoben werden.

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Wasser 24 Grad, Luft zehn Grad: Ulla Klieser aus Lemshausen findet es „herrlich“, bei Regen im Rosdorfer Freibad zu schwimmen.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf/Göttingen/Reiffenhausen. Das Waldschwimmbad Reiffenhausen hat seinen Saisonstart auf Freitag, 31. Mai, verlegt. Und das Bergbad in Northeim bleibt bis einschließlich Montag, 27. Mai, sogar ganz geschlossen, wie Schwimmmeister Marco Weinrich bestätigt.

„So macht das keinen Spaß, es kommt ja keiner“, sagt Weinrich. Das für Sonntag geplante Familienfest sei daher auf Sonntag, 2. Juni, verschoben worden. Dann sei das Wetter hoffentlich besser.

Auch der Betrieb im Freibad Rosdorf leidet unter Kälte und Regen. „Letztes Jahr gab es im Mai wenigstens ein paar schöne Tage“, sagt Schwimmmeister Detlev Haberlandt – sogar ein Hitzetag mit mehr als 30 Grad war dabei.

„Ich habe jedenfalls noch keine Alpträume“

Aber die aktuelle Saison sei bis jetzt ein Reinfall. Immerhin könne man sich auf die 200 bis 250 Stammgäste verlassen: „Die kommen jeden Tag – auch Heiligabend, wenn es schneit“, sagt Haberlandt. Seinen Humor hat er immerhin noch nicht verloren.

Seinen Optimismus auch nicht. „Ich habe jedenfalls noch keine Alpträume“, sagt Haberlandt. „Wir sind im Mai. Ein paar Sonnentage wären zwar schön gewesen. Aber der richtige Sommer kommt im Juli und August. Ich sehe das noch relativ entspannt.“

Das Bad jetzt für ein paar Tage zu schließen, sei ohnehin keine Option gewesen. „Wir haben bis jetzt 650 Dauerkarten verkauft. Diese Gäste wollen wir nicht verprellen“, sagt der Schwimmmeister.

Bei strömendem Regen Bahnen ziehen

Zudem würde das die Kosten kaum senken. Und dank des benachbarten Blockheizkraftwerks könne die Wassertemperatur auch bei niedrigen Außentemperaturen bei angenehmen 24 Grad gehalten werden. „Das ist ein dicker Pluspunkt“, betont Haberlandt.

Das meint auch Ulla Klieser aus Lemshausen, die bei strömendem Regen ihre Bahnen zieht. „Herrlich, ich bin sogar zwei Extra-Runden geschwommen“, schwärmt die 55-Jährige.

„Das Bad ist schön leer und nasser können wir ja nicht werden“, sagt sie. Außerdem sei es im Wasser wärmer als außerhalb des Beckens. 14 Grad Unterschied sind es an diesem Tag.

Im kleinen Schwimmmeister-Häuschen bibbern

Kassiererin Andrea Wallraffe und Schwimmmeistergehilfe Christian Friedrich sitzen derweil im kleinen Schwimmmeister-Häuschen und bibbern. „Ich habe gestern sogar schon die Schlittschuh-Saison ausgerufen“, sagt Wallraffe und lacht.

Eine Freundin von ihr hätte am Morgen gar ihr Auto frei kratzen müssen.

Das sei doch gar nichts, sagt Haberlandt. In seinen ersten Jahren als Schwimmmeister habe am Saisonstart im Mai sogar einmal Schnee gelegen. „Da kam ich morgens ins Bad und alles war weiß.“ Darauf, sagt er dann noch schnell, könne er in diesem Jahr aber getrost verzichten.

Das Tageblatt hat ► Infos zu den Bädern in der Region mit Angaben zu Öffnungszeiten, Preisen und Adressen für Sie zusammengestellt.
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dpa (Symbolbild)

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