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Ministerin verspricht Leihgaben für Region

Übergabe Ministerin verspricht Leihgaben für Region

Alle Funde aus dem Römerlager Hedemünden, darunter allein 3000 römische Metallobjekte, sind verpackt und auf dem Weg ins Landesmuseum Hannover. Dauerleihgaben seien nicht das Problem, versprach Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) am Mittwoch in Göttingen bei der Übergabe der Funde an das Land.

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Römische Fundstücke im Kreishaus: Handfessel, Dolch und Pionieräxte werden an das Landesmuseum abgegeben.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. In den vergangenen zehn Jahren wurden im Römerlager und im Außenlager Kring Pionieräxte, Dolche, Lanzen- und Katapultspitzen, Handwerksgeräte, zahlreiche Sandalennägel, 27 Münzen und Keramik, darunter ein möglicherweise gallischer Pferdekopf, sowie eine bislang einmalige Fessel gefunden.

Bisher sei nur die Decke gelüftet worden, um zu wissen, was für ein enormes Potenzial das bislang einzige Römerlager in Niedersachsen berge, sagte der Göttinger Kreisarchäologe Klaus Grote. Im seit Jahrhunderten unberührten Wald sei vieles gut erhalten geblieben, was anderswo längst untergepflügt worden sei. Das Land hat Grabung, Restaurierung und Dokumentation mit mehr als 160 000 Euro unterstützt und ist Eigentümer der Fundstücke.

Die Funde würden in Hannover „konservatorisch eins a“ aufbewahrt und seien der Forschung zugänglich, so Wanka. Auf die hochkarätigen Funde könne man stolz sein. Die Zusammenarbeit sei hervorragend gewesen. Archäologie ziehe die Menschen stark an, insbesondere Funde vor Ort, so Wanka. „Man braucht nur gute Ideen, wie man sie präsentieren kann.“

Die Kreistagsfraktion der Grünen lehnt eine dauerhafte Abgabe aller Fundstücke an das Landesmuseum ab. Zu befürchten sei, dass sie auf Nimmerwiedersehen im Magazin verschwinden würden, erklärte die Abgeordnete Anja-Carola Vaupel. Die Fraktion befürworte eine dauerhafte öffentliche Präsentation der Funde und eine ständige Lösung im Mündener Bereich.

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3000 Metallobjekte verpackt

Alle Römerfunde aus dem Lager bei Hedemünden und der Umgebung werden demnächst an das Land abgegeben. Von den allein mehr als 3000 Metallfunden bleibt vorerst nichts in der Region. Zur offiziellen Übernahme kommt die niedersächsische  Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) am 22. August nach Göttingen.

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