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Missbrauchsprozess: Mädchen muss erneut aussagen

Landgericht Göttingen Missbrauchsprozess: Mädchen muss erneut aussagen

Der Strafprozess gegen einen 38 Jahre alten Mann aus dem Untereichsfeld wegen Missbrauch seiner zur Tatzeit zehn Jahre alten Stieftochter hat vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts erneut begonnen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Im ersten Durchgang war der Prozess wegen der lebensbedrohlichen Erkrankung eines Schöffen nach mehreren Verhandlungstagen geplatzt. Die fatale Folge: Alles muss jetzt erneut verhandelt werden.

Selbst das inzwischen zwölf Jahre alte Mädchen, das im Januar unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Verbannung des Angeklagten aus dem Gerichtssaal befragt worden war, muss die Tortur der gerichtlichen Aussage erneut auf sich nehmen.

Der zweite Prozess begann wie der erste: Der Angeklagte räumte zwar den ihm vorgeworfenen Schlag auf das Gesäß des Kindes als „Klaps im Streit ums Aufräumen“ ein, er bestreitet aber vehement den vorgeworfenen sexuellen Übergriff, der juristisch als Vergewaltigung zu bewerten ist.

Das müsse sich das Mädchen ausgedacht haben. Als Erklärung gibt er – was er aber nicht beweisen könne – an, das müsse das Mädchen „gemeinsam mit Oma erfunden haben“.

Der Angeklagte hatte sich bei Bekanntwerden der Vorwürfe selbst bei der Polizei gemeldet. Das Mädchen hatte die Behauptung gegenüber der Mutter aufgestellt, die die Vorwürfe aber nicht glaubt. Sie hält weiter zu ihrem Mann, mit dem sie zwei weitere Kinder hat. Das Kind wurde von den Behörden bei der Großmutter in Göttingen untergebracht.

Die, so der Angeklagte, habe ihn nie  leiden können und es habe viel Streit gegeben, weil das Kind immer, wenn es von der Oma kam, „rumgezickt“ habe, weil er es strenger erziehe. Die Oma habe schon einmal angedeutet, eines Tages werde sie sich das Mädchen holen.

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Vorwürfe

Freitag, der 13., war kein guter Tag für den Angeklagten. Im Mai 2011 erfuhr der 38-jährige Handwerker aus einer Gemeinde im Untereichsfeld, was ihm seine damals zehnjährige Stieftochter seitdem vorwirft: dass er das Kind missbraucht haben soll. „Er hat“, wirft ihm die Anklage vor, „sie hat“, behauptet er, und zwar ihn zu Unrecht beschuldigt.

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