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Mit Glöckchenklingeln auf dem Pferdeschlitten

Schlitten-Pony Mit Glöckchenklingeln auf dem Pferdeschlitten

Seit dem Jahreswechsel ist die Landschaft verschneit. Nicht nur zum Rodeln, sondern auch zum Pferdeschlittenfahren lädt die geschlossene Schneedecke ein. Doch in der Region gibt es nicht viele, die die passende Ausstattung besitzen. Elke Krupka aus Billingshausen ist eine von ihnen.

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Der kleine Balu ist die Ruhe selbst. Seelenruhig steht das schwarzbraune Shetlandpony (Shetty) da und lässt sich das Geschirr anlegen. Im Sommer zieht er den Sulky auf Rädern, bei den Schneemassen, die jetzt die Landschaft verhüllen, kann er ihn auf Kufen fortbewegen. Nur wenige Handgriffe seien nötig, um die Sportkutsche in einen Schlitten zu verwandeln, erklärt Elke Krupka. Die Räder werden einfach gegen Kufen ausgetauscht.

Kaum ist angespannt, trottet Balu artig vorwärts. Mit sanftem Klingeln gleitet der kleine Schlitten für zwei Personen hinter dem Shetty über den platt gefahrenen Schnee. Schnell hat das Gespann das Dorf verlassen. Und hier es fängt der Spaß erst richtig an. Tatendurstig spitzt Balu die Ohren angesichts der unberührten Schneedecke auf einer Wiese. Auf Kommando fällt er in einen gleichmäßigen Trab und zieht große Bögen. Bergauf fällt das Pony in einen kleinen Galopp. Munter klingen die Glöckchen am Geschirr mit.

„Seit ich Kind bin, fahre ich mit den Pferden Schlitten“, erzählt Krupka. Mit zehn Jahren habe sie mit dem Reiten angefangen. Als sie 15 Jahre alt war, bekam sie ihr erstes eigenes Pony. Heute ist sie 39 Jahre alt und arbeitet seit 1998, als Reittherapeutin mit ihrer eigenen kleinen Herde, seit 2005 in Billingshausen. Auch das Kutsch- oder Pferdeschlittenfahren setzt sie gern als Therapie ein. Gerade die Jungen würden oft lieber fahren als reiten. Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten, Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensauffälligkeiten könnten beim Anspannen viel lernen. So müssen sie sich merken, wo die Seile liegen und in welcher Reihenfolge sie sie platzieren müssen. Beim Fahren seien die Stimmkommandos wichtig. Ein hyperaktives Kind werde hier gewissermaßen zur Ruhe gezwungen, ein ängstliches zum entschiedenen Auftreten. Während manche Kinder zu Einzelstunden zu ihr nach Billingshausen kommen, geht Elke Krupka mit ihren Ponys auch in Kindergärten oder Schulen.

Endspurt für Balu, es geht wieder heimwärts. Der 13-jährige Wallach mit Stockmaß von 1,10 Metern trabt eifrig vorwärts, die Wiese hinab und auf den Straßen durchs Dorf zurück zum Stall. Krupka lobt ihn, er hat seine Sache gut gemacht. Während sie den Sulky wegschiebt, bleibt Balu wie angewachsen stehen. Zur Belohnung gibt es eine Schüssel Hafer, dann darf Balu wieder zu seinen Kumpels. Schon morgen mag es heißen „Auf zur nächsten Schlittenfahrt“, die die Mutter vielleicht diesmal mit ihrem Ehemann oder ihrem Nachwuchs unternimmt. Die Tochter hängt sich manchmal auch auf Skiern an den Schlitten.
Weitere Infos zum therapeutischen Reiten und Kutsche fahren erteilt Elke Krupka unter 01 72 / 2 15 38 18.

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Von Ute Lawrenz

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