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Retter mit Blaulicht

Modellbörse Retter mit Blaulicht

Mit einer Ausstellung zum Thema Feuerwehren wartet die Modellbörse für Eisenbahn- und Automodelle am Sonntag, 22. Oktober, auf. Unter dem Thema „Helfer und Retter mit Blaulicht“ haben die Organisatoren eine Sonderschau aus einem Bereich zusammengestellt, die in der Spielzeugwelt ein eigenes Subgenre darstellt.

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Modelle von Feuerwehrfahrzeugen in allen Variationen.

Quelle: beil

Weende. Die vielfältige Technik des Feuerwehrwesens hat in den vergangenen Jahrzehnten eine Unzahl von Modellen in allen möglichen Maßstäben hervorgebracht. In der Ausstellung werden Modelle aus allen Ländern, vom kleinsten Feuerwehr-Modell der Welt (0,7 Zentimeter) bis zum etwa drei Kilogramm schweren Leitermodell im Maßstab 1:18 und verschiedene Blaulichter zu sehen sein. Außerdem gibt es Informationen zur Geschichte der Göttinger Feuerwehren zu sehen sein.

Die Brandbekämpfungs-Technik, die den Modellen zugrunde liegt, musste sich erst entwickeln. Zu Beginn war die organisierte Feuerbekämpfung nicht viel mehr als eine Verpflichtung zur Bereitstellung von Eimern und Wasser.

Brandbekämpfung war in Deutschland meist Sache der Bürger. In Göttingen gab es 1334 die erste Feuerordnung. Göttingens erste freiwillige Feuerwehr entstand 1856 aus der „Turngemeinde von 1848“. Der Verein erhielt unentgeltlich einen Winter- und Sommerturnplatz und stellte dafür 25 kräftige und gewandte Männer für Brandbekämpfung, insbesondere Steiger für die Leitern.

Nicht viel später folgten 3 weitere Einsatzkompanien des Männerturnvereins, des Arbeiterbildungsvereins und des Arbeitervereins “Vorwärts“. Das Löschmaterial lagerte am Ritterplan, am Albanitor und am Groner Tor (Commende). Außerdem konnten Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren für den Fall größerer Brände zwangsverpflichtet werden. Nach der Feuerlösch- und Polizei-Verordnung von 1884 für die Stadt Göttingen mussten beispielsweise die Anwohner in der Nähe eines Brandes ihre Häuser beleuchten und auf verlangen Stroh, Mist oder anderes Material zum Aufstauen von Wasser in Gossen oder Gräben zur Verfügung stellen.

Nach mehreren Großbränden wurde eine Neuordnung des Feuerlöschwesen in Göttingen notwendig. 1907 schlug der Stadtbaurat Friedrich Jenner den Bau einer zentralen Feuerwache auf dem Gelände der alten Zentralmolkerei am Ritterplan vor. Am 1. Oktober 1908 war die Feuerwache fertig – die Geburtsstunde der Berufsfeuerwehr. Die Wache verfügte über vier große Einstellplätze für die inzwischen pferdebespannten Wagen, Stallungen, Wohnungen der Feuerwehrleute, Werkstätten und einen Schlauchtrocknungs- Steigeturm. Das Gebäude steht heute noch.

1947 zog die Göttinger Feuerwache als II. Wache in die Gebäude hinter dem jetzigen Amtshaus (82er Platz). Schon drei Jahre später folgte der Umzug in die leerstehende Langemarck- Kaserne in der Breslauer Straße, wo sie bis heute ansässig ist.

In den Zeiten der pferdebespannten Löschwagen bahnten sich diese meist durch Einsatz von Glockensignalen oder einem per Fahrrad vorausfahrenden „Hornisten“ ihren Weg zur Einsatzstelle.

Das aber wurde durch den zunehmenden Straßenverkehr immer schwieriger. 1932 entwickelte der Fabrikant Max B. Martin ein Mehrtonhorn, das bei Polizei und Feuerwehren bald eingesetzt wurde. Anfang der 1960er Jahre kamen die ersten Blaulichter auf. Hier drehte sich ein Spiegel um eine Glühbirne. Auf älteren Einsatzfahrzeugen ist diese Technik teilweise noch heute zu sehen.

Sonder- oder Wegerechte haben Einsatzfahrzeuge aber nur, wenn das blaue Blinklicht und das Horn zusammen eingeschaltet sind. Blaulicht allein dient nur zur Warnung anderer Verkehrsteilnehmer.

Die 95. Börse für Eisenbahn- und Automodelle am Sonntag, 22. Oktober, findet statt in der Festhalle Weende, Ernst-Fahlbusch-Straße 20. Geöffnet ist von 10 bis 16 Uhr. Der Besuch der Sonderausstellung und des Films von Rainer Beil über die Gartetalbahn im Foyer der Festhalle ist kostenlos. Ebenfalls kostenfrei ist die Begutachtung und Werteinschätzung von selbst mitgebrachtem Spielzeug, teilen die Organisatoren weiter mit.

Von Matthias Heinzel

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