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Mosthaus: Mächtiges Gebälk mit kleinen Macken

Burg Adelebsen Mosthaus: Mächtiges Gebälk mit kleinen Macken

Ein mächtiges Gebälk verbirgt sich unter dem Dach des sogenannten Mosthauses der Burg Adelebsen. Interessierte hatten nun die Gelegenheit, sich dieses Gebälk im Rahmen einer besonderen Führung anzuschauen.

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Gebälk des Mosthauses: Studenten der HAWK haben bei einer Untersuchung einige Schäden entdeckt.

Quelle: Heller

Denn ein Studententeam hatte unter der Leitung von Prof. Jens Kickler von der Fakultät Bauwesen der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) die Holzkonstruktion des Gebäudes untersucht. Die Denkmalpflege des Landkreises Göttingen hatte die Untersuchung vermittelt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Führung präsentiert.

Die Führung startete mit Kickler im Rittersaal des Gebäudes, das aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt. Eine Aufgabe sei gewesen, die Statik der historischen Holzkonstruktionen zu hinterfragen. Denn diese seien nach aus vergleichbaren Konstruktionen gewonnenen Erfahrungswerten erbaut und nicht berechnet worden.

Feste im Rittersaal

Vor allem sei die Frage, inwieweit die historische Konstruktion für eine neuzeitliche Nutzung verwendbar sei – so finden im Rittersaal heute zum Beispiel auch Konzerte mit größerem Publikum statt: „Sie sind jetzt unsere Nutzlast“ , so Kickler zu den Zuhörern. Doch das beruhigende Ergebnis: Der Rittersaal ist durchaus auch für neuzeitliche Festivitäten geeignet. Untersucht wurde auch der Dachstuhl, wo einzelne Schäden gefunden wurden. So dringen an einer Stelle bei starkem Regen größere Mengen Wasser durch den Dachfirst und führen zu Holzschäden. Das zwölfköpfige Studententeam entwickelte auch Sanierungsvorschläge. Der dringendste Teil davon soll laut Andreas Schaefer, Verwalter der Stiftung Burg Adelebsen, schon im kommenden Jahr umgesetzt werden.

Weitaus größere Probleme als im Mosthaus gibt es aber im Tantenhaus. Dort sind gerade das Biberschwanzdach und der Dachstuhl für 350 000 Euro saniert worden, wobei Denkmalschutz-Einrichtungen und der Landkreis Göttingen Zuschüsse geben. Im nächsten Jahr müssen laut Schaefer noch einmal 330 000 Euro für die Sanierung der Zwischendecken aufgebracht werden. Denn dorthin habe sich der Hausschwamm über die Wände ausgebreitet.

Von Jörn Barke

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