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Münden ehrt Adam von Trott zu Solz

Ehrung Münden ehrt Adam von Trott zu Solz

Die Stadt Hann. Münden ehrt Adam von Trott zu Solz. Nach dem Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus wird heute der Bahnhofsvorplatz benannt.

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Als Schüler am Mündener Gymnasium: Adam von Trott zu Solz im Vordergrund in der Klasse 1924/25.

Quelle: Wallstein-Verlag

Hann. Münden. Bei einer öffentlichen Veranstaltung ab 12 Uhr stellen Schüler des Abiturjahrgangs des Grotefend-Gymnasiums die Ergebnisse ihrer Studien zur Person des Widerstandskämpfers. Bei der Veranstaltung wird zudem eine Skulptur auf dem Bahnhofsvorplatz enthüllt. Auch Familienmitglieder und Mitglieder der Stiftung Adam von Trott aus Imshausen werden anwesend sein.

Adam von Trott zu Solz, geboren 1909 in Postdam, wächst in Berlin, Kassel und auf dem Familiensitz Imshausen bei Bebra auf. Er besucht 1921 zunächst ein Gymnasium in Kassel, wo er in einer Pflegefamilie lebt und wechselt 1922 auf das Mündener Gymnasium, wo er in einem Internat untergebracht ist. 1927 legt von Trott mit 17 Jahren sein Abitur ab. Anschließend studiert er Jura – unter anderem in Göttingen, wo er auch sein Studium abschließt. Seine Dissertation wird 1932 vom Göttinger Verlag Vandenhoeck & Ruprecht gedruckt.

Von Trott wird früh zu einem aktiven Gegner des Nationalsozialismus. Er gehörte zum Kreisauer Kreis, in dem Personen unterschiedlicher politischer und sozialer Prägung Konzepte für die Zeit nach dem angestrebten Ende der Diktatur entwickelten. Von Trott baute ein Widerstands-Netzwerk auf und bemühte sich auf Reisen um internationale Unterstützung. Er befürwortete die Beseitigung Hitlers als Voraussetzung für den Sturz des Regimes und unterstützte das Attentat vom 20. Juli seines Freundes Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Fünf Tage nach dem gescheiterten Attentat wurde von Trott verhaftet und am 26. August im Alter von 35 Jahren in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Im Göttinger Wallstein-Verlag ist eine ausführliche Biographie von Benigna von Krusenstjern zu Adam von Trott zu Solz erschienen (geb., 34,90 Euro). Das mehr als 600 Seiten starke Buch enthält auch ausführliche Kapitel über die Zeit von Trotts in Kassel, Münden und Göttingen.

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