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Münden verbannt Alkohol von den Straßen

5000 Euro Strafe Münden verbannt Alkohol von den Straßen

Die Stadt Hann. Münden soll sauberer und sicherer werden: Eine neue Verordnung verbietet den Alkoholkonsum im öffentlichen Straßenraum. Die Verordnung gilt für die Innenstadt, also die Alt- und Bahnhofsvorstadt sowie die Inseln Tanzwerder und Doktorwerder und die historische Werrabrücke.

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Quelle: Hinzmann

Der Stadtrat hat die Verordnung bereits mit großer Mehrheit beschlossen. Nach der Genehmigung durch den Landkreis ist sie nun in Kraft getreten. Damit sollen künftig auch Verstöße geahndet werden. Angedroht werden bis zu 5000 Euro Strafe.

„Verordnung zur Begrenzung des Alkoholkonsums und zur Aufrechterhaltung der Reinhaltung der öffentlichen Straßen und Plätze im Innenstadtbereich von Hann. Münden“ lautet der sperrige Titel der Regelung. Sie untersagt auf öffentlichen Straßen und Anlagen der Innenstadt den „Genuss alkoholischer Getränke“ – darunter werden auch Mischgetränke verstanden. Nicht betroffen von der Verordnung sind die genehmigten Freischankflächen im Bereich der Außengastronomie und Veranstaltungen, bei denen alkoholische Getränke ausgeschenkt werden dürfen – also etwa Stadtfeste und der Weihnachtsmarkt.

Die Verordnung verbietet zugleich das Urinieren auf öffentlichen Straßen und Anlagen beziehungsweise an Gebäudewände. Zugleich wird vorgeschrieben, dass Hunde im Innenstadtbereich ganzjährig an der Leine zu führen sind. Auch hier werden bei Verstößen bis zu 5000 Euro Geldbuße angedroht. Die im von der Verwaltung im Eiltempo durch den Rat gebrachte Verordnung soll zunächst für anderthalb Jahre gelten, also bis Ende Oktober 2010. Um bis dahin, heißt es in der Beschlussvorlage, „Erfahrungen mit der Akzeptanz und Umsetzung der Verordnung sammeln zu können“. 

Das rigorose Vorgehen gegen Alkohol im öffentlichen Raum wird damit begründet, dass es in den vergangenen Jahren Probleme mit alkoholisierten Menschen gegeben habe, die „herumpöbelten und lautstark stritten“. Auch freilaufende Hunde dieser Personen seien teilweise aggressiv geworden. Unbeteiligte Passanten und Touristen seien betroffen gewesen, Kinder seien gefährdet. Es habe massive Beschwerden von Bürgern, Touristen und Geschäftsinhabern gegeben. Ansprachen durch Verwaltungsbedienstete oder Polizei an die Problem-Verursacher seien wirkungslos geblieben.

                                                                                                                         Von Jörn Barke

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