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Musikalische Glückwünsche zum Ehejubiläum

Diamantene Hochzeit Musikalische Glückwünsche zum Ehejubiläum

Vor 60 Jahren haben Hildegard und Horst Reiter, ehemaliger Bürgermeister von Angerstein, sich das Ja-Wort gegeben. Heute, am 24. März 2011, feiern sie diamantene Hochzeit.

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Hildegard und Horst Reiter: „Wir haben uns immer zusammengerauft“.

Quelle: Hinzman

„Auf Schusters Rappen“ ist die Schlesierin aus Fürstenfeld im Bezirk Breslau in die Region gekommen. In Sudheim fand sie ein Zimmer, in Northeim Arbeit. Beim ersten Gemeinschaftssingen nach dem Krieg in der Schuhfabrik in Sudheim lernte sie den Angersteiner kennen. Um sie wiederzusehen ist er immer wieder mit dem Fahrrad nach Sudheim gekommen.

Ihr Sohn wurde 1949 geboren, die erste Tochter kam 1950 zur Welt. Erst im März 1951 hatte das junge Paar die Möglichkeit, zu heiraten. Fünf Jahre später kam die zweite Tochter. „Wir haben zuerst in meinem Elternhaus gewohnt“, erzählt Horst Reiter. Dann bezogen sie eine Wohnung zur Miete, bis sie Anfang der 50er Jahre ihr erstes eigenes Domizil in der Kirchstraße kauften. Zehn Jahre später zogen sie ein paar Häuser weiter, dorthin, wo sie noch heute wohnen. Nicht ganz leicht hatte es das Paar in den Anfangszeiten. Nach seiner Bürolehre beim Niedersächsischen Kulturamt Göttingen fand der Angersteiner nicht sofort feste Arbeit. Bis er 1956 bei der Deutschen Bahn im Rangierdienst angestellt wurde, musste er das Brot für die wachsende Familie mit vielen kleinen Jobs verdienen. 23 Jahre wirkte er neben der Arbeit als Brandmeister in Angerstein. Seine Frau Hildegard besorgte den Haushalt und kümmerte sich um die Kinder.

1981 wurde Horst Reiter als Nachfolger seines Vaters Willi zum Ortsbürgermeister von Angerstein gewählt, zunächst als Sozialdemokrat bis er 1991 die FWG Angerstein ins Leben rief. Manche Aufgabe war neben der Arbeit zu viel. So setzte sich seine Frau aufs Fahrrad und verteilte für ihn Briefe und Mitteilungen. Sie bepflanzte die Blumenkübel im Dorf. Später habe der Verschönerungsverein diese Aufgabe übernommen, erzählt sie, die ihrem Mann immer dort zur Seite stand, wo er mit seinen vielen Ehrenämtern, ob im Gemeinderat, im Kreistag oder als Schöffe, ihre Unterstützung brauchte.

„Wir haben uns immer zusammengerauft“, beschreibt er ihre lange Ehe. Und: „Wir haben keinen Urlaub gemacht.“ Immer sei etwas zu tun gewesen. Was sie gespart hatten, wurde ins Haus gesteckt. Mit tatkräftiger Hilfe behält die Hausfrau noch immer den Garten als ihr Hobby und hat im vergangenen Herbst gut zwei Zentner Kartoffeln geerntet.

Mit 85 (sie) und 83 Jahren (er) pflegen die Eheleute jetzt in erster Linie „das bisschen Gesundheit, das wir noch haben.“ Ihre Kinder, alle drei in Angerstein und Nörten, helfen ihnen beim wöchentlichen Einkauf. Weiter verstreut sind die drei Enkel mit dem ersten Urenkel in München. Heute um 11 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus nehmen der Ehrenbrandmeister und Ehrenortsbürgermeister von Angerstein, Horst Reiter, und seine Frau Hildegard auch musikalische Gratulationen zum Ehejubiläum entgegen. Der Männergesangverein will ihnen ein Ständchen bringen.

enz

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