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Muslimische Frauen bewirten Flüchtlinge

Lager Friedland Muslimische Frauen bewirten Flüchtlinge

Im Irak verfolgen fanatische Muslime Christen und andere religiöse Minderheiten. Ein Zeichen der Verständigung wollten muslimische Frauen im Nachbarschaftszentrum Grone setzen. Die Teilnehmerinnen des Frauenfrühstücks hießen 26 irakische Flüchtlinge aus dem Lager Friedland zum Kaffee willkommen. 

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Zeichen der Verständigung: Im Nachbarschaftszentrum bewirteten muslimische Frauen Christen aus dem Irak.

Quelle: CR

Die Frauen hatten Kuchen gebacken, orientalische Süßigkeiten und Obstsalat zubereitet. Die Tische waren festlich gedeckt und mit Blumen geschmückt. 

„Viele der muslimischen Frauen sind selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und kennen die Ängste und Unsicherheiten“, erklärte die Leiterin des Frauenfrühstücks, Inger Piontkowitz. Sie forderte die Gäste auf, Fragen zu stellen. Fragen haben die Flüchtlinge viele. Sie gehören zu einer Gruppe, die in Friedland einen dreimonatigen Integrationskurs absolviert. Yousif Sadoon versteht zum Beispiel nicht, warum er anschließend mit seiner Frau nach Leipzig soll. Der Großteil seiner Angehörigen lebe bereits in München. Es handele sich um Ingenieure und Ärzte, betonte er gegenüber dem Tageblatt. Dort gebe es im Unterschied zu Leipzig regelmäßig Gottesdienste seiner Glaubensgemeinschaft, der Mandäer. 

„Der Irak ist ein Vielvölkerstaat“, sagte Betreuerin Amira Askar. Neben den Mandäern sind unter den 25 Gästen auch chaldäische, syrisch-orthodoxe und armenische Christen sowie einzelne Muslime. Die Verkehrssprache untereinander ist Arabisch. Das beherrschen allerdings nicht alle muslimischen Gronerinnen. Einige von ihnen stammen aus Pakistan und Kurdistan. Andere Frauen mussten übersetzen. Es wurde gesungen und getanzt. 

Wenn es nach dem Friedländer Lagerpfarrer Martin Steinberg ginge, könnten solche Treffen regelmäßig stattfinden. „Das macht viel Arbeit“, meinte Piontkowitz.

Von Michael Caspar

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