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NPD-Tour: Demo gegen rechte Parolen

200 Gegendemonstranten NPD-Tour: Demo gegen rechte Parolen

„Haut ab, haut ab“, „Nazis verpisst euch“, „Haltet die Fresse“. Lautstark haben am Mittwoch rund 200 Demonstranten, darunter auch Mitglieder der Göttinger Antifa-Szene, gegen eine Wahlkundgebung der rechtsextremen NPD auf dem Northeimer Münsterplatz protestiert. Die NPD hatte dort am Nachmittag im Rahmen ihrer am Montag begonnenen Niedersachsen-Tour Halt gemacht.

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„Bündnis gegen Rechts“: 200 demonstrieren gegen NPD.

Quelle: Heller

Northeim / Moringen. Knapp 40 NPD-Anhänger waren gekommen. Knapp die Hälfte positionierte sich hinterm den schwarzen Banner der „Kameradschaft Northeim“ – nach Auskunft der Polizei zum Teil aus Northeim, zum Teil „unbekannt“. Zu den Kundgebungsteilnehmern gehörte unter anderem auch Marco Borrmann, Vorsitzender des NPD-Unterbezirks Göttingen und Abgeordneter im Stadtrat von Herzberg.

Die Northeimer Polizei, mit rund 150 Beamten im Einsatz, hielt die NPD und Gegendemonstranten voneinander fern und ließ den Großteil des Northeimer Bündnisses gegen Rechts, das zur Gegendemo aufgerufen hatte, nicht auf den Münsterplatz. Die Demonstration verlief friedlich, nur direkt vor dem Rednerpult der NPD gab es kurze Rangeleien zwischen NPD-Anhängern und -Gegnern.

Gegendemonstranten rollten Apfelsinen in Richtung NPD. „Israel statt Deutschland“, war darauf zu lesen. Bei einer Rangelei zwischen Polizei und einem Demonstranten ist nach Auskunft der Polizei ein Polizist verletzt worden.

Haut ab, haut ab“, „Nazis verpisst euch“. Lautstark haben am Mittwoch rund 200 Demonstranten, darunter auch Mitglieder der Göttinger Antifa-Szene, gegen eine Wahlkundgebung der rechtsextremen NPD auf dem Northeimer Münsterplatz protestiert.

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Bereits am Morgen hatte das NPD-“Flaggschiff“, wie die Partei den Lkw, mit dem sie durchs Land reist nennt, in Osterode Halt gemacht. Dort demonstrierten nach Polizeiangaben rund 200 Menschen gegen einen Auftritt der rechtsextremen Partei.
Schon in der Nacht zu Dienstag hatten Unbekannte die KZ-Gedenkstätte in Moringen mit rechten Parolen beschmiert.

„Das ist zum ersten Mal seit der Gründung vor 20 Jahren passiert“, sagte der Leiter der Einrichtung, Dietmar Sedlaczek. Nach seinen Angaben sind unter anderem die Schriftzüge „Lüge“ und „Es war kein KZ“ auf Gebäude gemalt worden. Ein Hinweisschild sei durch Übersprühen unkenntlich gemacht worden. Während Sedlaczek einen Zusammenhang mit der Kundgebung der NPD in Northeim sieht, bestätigt dies die Polizei in Northeim gegenüber dem Tageblatt nicht.

mib / dapd

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Wahlkampfkundgebung

Kritik an dem Verhalten der Polizei während der NPD-Wahlkampfkundgebung vergangene Woche in Northeim hat die Bürgerrechtsgruppe „Bürgerinnen beobachten Polizei und Justiz“ erhoben. Die Polizei müsse sich die Frage gefallen lassen, „ob sie die Bedrohung durch Rechtsradikale verstanden hat und angemessen ernst nimmt“, heißt es in einer Stellungnahme der Bürgerrechtler.

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