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Nabelschau: Kabarettist schreibt Gedicht

Klaus Pawloswki Nabelschau: Kabarettist schreibt Gedicht

Angeregt von der Diskussion um den Göttinger Nabel und die derzeit wegen Bauarbeiten fehlende Bronzeskulptur "Der Tanz", hat der Göttinger Kabarettist Klaus Pawlowski, ein Gedicht geschrieben. Es trägt den Titel "Nabelschau". Hier lesen Sie das Gedicht.

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Der Nabel in Göttingen hat den Kabarettisten Klaus Pawlowski zu einem Gedicht inspiriert.

Quelle: CH

Und mitten im Novembergrau
gibt’s jetzt die große Nabelschau.
Ein schöner Nabel kann entzücken.
Man muss ihn nur entsprechend schmücken.
Ganz Göttingen fragt sich: Und nu?
Ein Piercing oder ein Tattoo?
Piercing: die alte Bauchtanzgruppe?
Tattoo: nur eine sanfte Kuppe
 
mit einem Pflastermosaik?
Ich als entschiedner Nabelfreak
halt folgendes für praktikabel:
Schmückt unseren Nabel doch variabel!
 
Weil dieser Nabel exponiert
den Mittelpunkt der Stadt markiert,
schmückt ihn mit dem, was ganz konkret
und aktuell im Fokus steht.
 
Zum Schützenfest da fände schön ich
als Life-Skulptur den Schützenkönig,
der, wenn man etwas Geld hinblättert,
die Arie aus dem Freischütz schmettert.
 
Zu Abitur- und Ferienfeiern,
ne Bier- und Schnapsbar und fürs Reiern,
fürs Glas, fürs Zeugnisse-Verbrennen
die Tonnen, um das gleich zu trennen.
 
Und dann zum Gänselieselfest
ein Gänschen, das sich streicheln lässt.
Das wird man auch zum Enterennen,
am Hals gestutzt, verwenden können.
 
Was gibt’s noch, was sich feiern lässt?
Nacht der Kultur und Altstadtfest?
Ist da ein Billigshop ein neuer?
Der fünfzigste? Grund für ’ne Feier.
 
Und immer wieder punktgenau
die kongruente Nabelschau
Diese variable Themenfindung
Schafft eine enge Bürgerbindung
 
Und in der themenfreien Zeit
steht auf dem Nabel stets bereit
ein sprechendes knallgelbes Schwein.
Da schmeißt man kleine Münzen rein,
damit Herr Fuchs, der gute Mann,
die Nabelshow bezahlen kann.
 
Klaus Pawlowski
  
     

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Zwischenbilanz zur Nabelschau

Die Nabelschau um Göttingens Bronze-Skulptur „Der Tanz“ bewegt die Menschen. Überraschend viele Göttinger und Göttingen-Besucher beteiligen sich per Leserbrief, auf Facebook oder online auf der Tageblatt-Internetseite an der Diskussion. Eine erste Zwischenbilanz: Die meisten wollen das tanzende Trio zurück auf den Göttinger Nabel.

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