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Nabelschau: Soll der Tanz zurück in die Weender?

Freie Sicht durch Göttingen Nabelschau: Soll der Tanz zurück in die Weender?

Es ist ein ungewohnter Blick: freie Sicht auf der Weender Straße, der Nabel ohne Knoten – oder besser ohne Tanz-Trio. Seit Beginn der Kanal- und Pflasterarbeiten in Göttingens zentraler Einkaufsmeile im Mai ist die große Bronzeskulptur „Der Tanz“ von der Kreuzung zur Prinzen- und Theaterstraße verschwunden.

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Im Herzen der Fußgängerzone:  „Der Tanz“ ist gerade am Bauhof abgestellt. 1975 stand hier eine Plexiglassäule. Kreuzung ohne Skulptur.

Quelle: Vetter / Reimer/ Hinzmann

Göttingen. Sie campiert vorübergehend auf dem Bauhof der Stadt – und viele Anwohner sowie Besucher der City würden sie dort am liebsten auch lassen. Die freie Blick-Achse hat für manche durchaus Charme. Sie wünschen sich wenigstens ein moderneres und weniger massives Nabel-Symbol. Schon vor 35 Jahren gab es eine heftige Debatte um die geeignete Skulptur für diesen Standort. Folgt nach dem jüngsten Streit um neue Straßenlaternen in der Fußgängerzone jetzt ein Nabel-Streit?

Aus Sicht der Stadtverwaltung keinesfalls. Es wird zwar neue Lampen, ein neues Pflaster und am Markt andere Sitzbänke geben. Das Tanz-Trio aber wird „natürlich wieder aufgestellt“, sagt Stadtsprecher Hartmut Kaiser – wegen der Bauarbeiten in der Innenstadt voraussichtlich aber erst im November 2013. Geplant sei dafür ein neuer Granitsockel mit umlaufender Sitzfläche aus Holz – ähnlich wie bisher. Und Kaiser fügt an: „Überlegungen, etwas anderes dort aufzustellen, gab es nicht.“

Erste Ampel Göttingens, rosa Plastik-Baumkuchen und der Bronze-Tanz: Eine wechselfhafte Geschichte hat der Nabel in Göttingen hinter sich.

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Die gab es allerdings vor etwa 35 Jahren. 1975 zierte zunächst eine Säule aus Plexiglas mit sprudelndem Wasser die Kreuzung. Weil sie immer wieder für Schabernack herhalten musste und mehrfach beschädigt wurde, ließ der Rat die Säule schon 1977 wieder abbauen. Es folgte ein Künstler-Wettbewerb mit diversen Vorschlägen. Die Wahl fiel auf die Bronzeplastik des Bremer Künstlers Bernd Altenstein.

Sie „tanzt“ seit 1982 auf einem hohen Steinsockel und wurde als Nabel zu einem der beliebtesten Treffpunkte in der Stadt. Diesen möchten die meisten Göttinger auch nicht missen, schon gar nicht die Rundum-Bank. Auf dem Sockel aber können sich manche etwas leichteres vorstellen.

Verschwunden sind im Verlauf der Bauarbeiten übrigens auch eine gusseiserne Lokomotive des Künstlers Reinhold Wittich und zwei drehbare Steinkugeln. Alle drei Objekte würden wieder aufgestellt, sagt Kaiser. Die Standorte aber könnten „eventuell von den bisherigen abweichen“.

Wie stehen Sie zur Nabelschau? Soll „Der Tanz“ am alten Platz stehen? Oder sind Sie für ein neues Nabel-Symbol? Schreiben Sie Ihre Meinung oder Ihren Vorschlag per E-Mail an leserbriefe@goettinger-tageblatt.de oder per Post an die Lokalredaktion, Göttinger Tageblatt, Dransfelder Straße 1, 37079 Göttingen.
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Zwischenbilanz zur Nabelschau

Die Nabelschau um Göttingens Bronze-Skulptur „Der Tanz“ bewegt die Menschen. Überraschend viele Göttinger und Göttingen-Besucher beteiligen sich per Leserbrief, auf Facebook oder online auf der Tageblatt-Internetseite an der Diskussion. Eine erste Zwischenbilanz: Die meisten wollen das tanzende Trio zurück auf den Göttinger Nabel.

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