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Nach Prügelattacke auf Busfahrer: Pro Bahn fordert Konzept

Weender Tat kein Einzelfall Nach Prügelattacke auf Busfahrer: Pro Bahn fordert Konzept

Die Prügelattacke auf einen Busfahrer der Göttinger Verkehrsbetriebe durch einen Fahrgast am vergangenen Freitag wertet der Fahrgastverband Pro Bahn keineswegs als „Einzelfall, dem wenig Beachtung“ geschenkt werden müsse. Er wendet sich „entschieden“ gegen diesen Eindruck.

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Endstation Friedhof Junkerberg: Hier gab es Prügel für einen Busfahrer.

Quelle: © Hinzmann

Göttingen. „Tatsächlich weiß jeder Zeitungsleser aus dem Polizeibericht, dass es immer wieder zu derartigen Taten kommt“, erklärte der Pro-Bahn-Regionalvorsitzende Gerd Aschoff.

Auch unterschätze die verharmlosende Bewertung der GöVB durch ihren Sprecher Manfred Mölder die problematische Lage an Haltestellen, an denen sich viele Fahrgäste im Dunkeln nicht aufhalten wollten. „Nicht zuletzt laufen nicht nur die Busfahrer, sondern auch Fahrgäste Gefahr, Opfer von gewalttätigen Attacken zu werden“, so Aschoff.

Gewalt begegnen

Er sieht nun die Stadt Göttingen und die GöVB in der Pflicht. Als Aufgabenträger müssten sie sich der Sicherheit im öffentlichen Verkehr aktiv annehmen und ein Konzept erstellen, wie der Gewalt begegnet werden könne. Der Fahrgastverband verweist in dem Zusammenhang auf den Nahverkehrsplan, der im Juni vom Rat der Stadt verabschiedet werden soll. „Die Politik hat es also selber in der Hand, gegen Gewalt einzutreten“, sagt Aschoff, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes ist.

Aschoff kündigte an, dass sein Verband „aus der generellen Entwicklung auf Bundesebene“ bereits die Konsequenzen gezogen habe. So starte Pro Bahn zusammen mit dem Fonds für soziale Sicherung und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG ein auf drei Jahre angelegtes Projekt zur Sicherheit im öffentlichen Verkehr.

Vorfälle sollen sich häufen

Der GöVB-Fahrer war am Freitag von einem alkoholisierten Fahrgast so schwer geschlagen worden, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Ein anderer Busfahrer berichtete gegenüber dem Tageblatt, dass sich diese Vorfälle in jüngster Zeit häuften. Mölder hatte die Fälle als „verschwindend gering“ bezeichnet.

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Prügel statt Fahrschein
Endstation Friedhof Junkerberg: Prügel für Busfahrer.

Prügel statt Fahrschein: Weil ein Busfahrer der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) einen Fahrgast nach seinem Fahrschein gefragt hat, trägt der Fahrer nun den „Arm in Gips“ und fällt für seinen Arbeitgeber „vermutlich ein paar Wochen aus“, wie Manfred Mölder, Sprecher der GöVB, auf Anfrage bestätigt.

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