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Nach dem letzten Glühwein ist noch lange nicht Schluss

Göttinger Weihnachtsmarkt Nach dem letzten Glühwein ist noch lange nicht Schluss

„Was darf‘s denn sein? Heißer Schneemann? Einmal Bacardi-Kirsch? Oder doch lieber der glühende Caipi?“ Das sind zentrale Fragen, wenn man abends auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt unterwegs ist. Vorausgesetzt, man erreicht die hartumkämpfte Theke. Egal ob es kalt ist oder regnet, ob es nach Zimt riecht oder Bratwurst: Die Zapfhähne an den Glühweinständen sind Anlaufstelle Nummer eins.

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Auf einen erfolgreichen Abend: Sebastian (links) und Steffen feiern im Göttinger Zindelhof die Vorweihnachtszeit.

Quelle: Vetter

Die Medizinstudentin Friederike Gutberlet, 24 Jahre, hat es, in Begleitung ihrer vier Kommilitonen, bis hierher geschafft. Das gesellige Trinken bei frostigen Temperaturen nutzen die angehenden Ärzte zum Aufwärmen, dem sogenannten Vorglühen. Schließlich stehe noch die „MedLounge“ in der Disco Eins B auf dem Programm. Und damit die heitere Runde noch heiterer ihr Partyziel erreicht, konsumieren Friederike, Fabian (25), Jens (24), Dirk (28) und Mark (24) „ein- bis zweimal die Woche“ Glühwein – oder eine der vielen im Angebot stehenden Variationen.

Den Klassiker mit Rum genießt der 28-jährige Student Steffen, der vor zwei Monaten ins benachbarte Kassel gezogen ist. Zum Göttinger Zindelhof, der nächsten Station auf dem abendlichen Rundgang, gebe es in seiner neuen Heimat keine Alternative. Dort fehle einfach eine große Portion „Dörflichkeit“ und „vertraute Atmosphäre“. Jede Menge Freunde, wie die 26-jährige Annett und den 31-jährigen Sebastian, treffe er daher hier. „Ein wirklich guter Treffpunkt“ sei der Zindelhof – dieser Aussage stimmt auch Single Sebastian mit einem Augenzwinkern zu. „Geselligkeit und Kontaktaufnahme“ verbinde man mit diesem „sexy Ort“, den er mehrmals die Woche aufsuche. Wie der Abend ausgeht, steht noch in den Sternen. Lediglich die Route für den weiteren Verlauf ist vorgezeichnet: das Irish Pub.

Dabei müsste Sebastian gar nicht so weit laufen. Keine drei Meter entfernt trifft man auf eine gut gelaunte Schar junger Biologiestudentinnen. Zusammen mit ihrer Tutorin Clara (26) sind Nadine (22), Miriam (22), Sina (22) und Friederike (23) dem tristen Laboralltag entflohen. Ferner könne man beim abendlichen Umtrunk den „Laborzusammenhalt“ fördern. Im Zindelhof bekomme man außerdem noch etwas für sein Geld, findet Clara und nippt weiter am heißen Amaretto-Glühwein. Nur schade sei es, dass der beliebte Ort schon so früh seine Pforten schließe – da sind sich alle Mädels sofort einig. „Noch nicht einmal in Marburg, wo viel weniger los ist“, sei derart früh Schluss, beschwert sich Clara. Gut nur, dass im Thanners, das die Fünf anschließend noch ansteuern, die letzte Runde erst zu späterer Stunde eingeläutet wird.

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Von Katharina Bednarz

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