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Nach der Landtagswahl: Was machen Ex-Abgeordnete jetzt?

Arbeitslos, Anwalt, Wirtschaftsprüfer Nach der Landtagswahl: Was machen Ex-Abgeordnete jetzt?

Wenn der neue niedersächsische Landtag am Dienstag zusammenkommt, sind drei Göttinger Abgeordnete nicht mehr dabei: Patrick Humke (43) von den Linken sowie die Christdemokraten Fritz Güntzler (46) und Harald Noack (67). Keine Fraktionssitzungen und Parlamentsrunden mehr – und keine Bezüge als Landespolitiker im Berufsstatus. Was machen die Politiker jetzt?

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Ehemalige Abgeordnete im Landtag: F. Güntzler, H. Noack, P. Humke (von links).

Göttingen. Humke hatte zwar wieder kandidiert, scheiterte aber am schlechten Ergebnis seiner Partei – sie ist nicht mehr im Landtag vertreten. Güntzler hat nicht erneut  kandidiert – er strebt in den Bundestag. Und Noack wurde nach interner Kampfabstimmung von seiner Partei nicht wieder als Direktkandidat aufgestellt.

Güntzler ist bereits wieder mehr in seinem Beruf als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater tätig. Dieses „zweite Berufsstandbein habe ich immer behalten“. Das Übergangsgeld, das ausscheidende Abgeordnete bis zu sieben Monate in Anspruch nehmen können, habe er abgelehnt. Vor allem aber „will ich ja in den Bundestag“. Güntzler tritt bei der Wahl im kommenden Herbst an. Ab April werde er sich voll auf den Wahlkampf konzentrieren. Politisch ist er außerdem als Göttinger Ratsherr und Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes eingespannt.

Auch Noack ist beruflich abgesichert . Der Rechtsanwalt und Notar wird jetzt „wieder mit mehr Zeit und Intensität“ seine Arbeit in einer großen Kanzlei fortsetzen. Übergangsbezüge „brauche ich nicht“, fügt Noack an. Aber „immerhin“ bekomme er aus seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter eine „Rente von üppigen 155 Euro im Monat“. Schließlich sei er ja auch im Rentenalter. Politisch wolle er sich „keinesfalls“ zur Ruhe setzen. Noack ist seit 1986 Mitglied des Kreistages und dort Vorsitzender seiner Fraktion.

Humke trifft es vergleichsweise hart. Der Sozialpädagoge und Sozialarbeiter ist jetzt arbeitslos. Seine frühere Stelle im kommunalen Job-Center als Fallmanager hatte er gekündigt und vor der Landtagswahl 2008 als angestellter Landesgeschäftsführer seiner Partei gearbeitet. Die Stelle war allerdings befristet und ist ausgelaufen. „Zurzeit bekomme ich Übergangsgeld“, sagt er zu seiner finanziellen Lage. „Damit komme ich erst einmal über die Runden.“ Ihm sei allerdings „immer klar gewesen, dass das politische Amt eine Tätigkeit auf Zeit ist“.

Darauf habe er sich auch mit seinem Lebensstil eingestellt. Jetzt wolle er sich nach einem Job im Sozial- oder Gesundheitsbereich umschauen – „möglichst im Raum Göttingen und mit einem fairen Einkommen“. Das schlechte Wahlergebnis seiner Partei habe ihn enttäuscht. Trotzdem macht Humke auch auf Landesebene politisch weiter: im Landesvorstand seiner Partei und in einer bereits angekündigten „außerparlamentarischen Fraktion“. Zudem ist er Mitglied des Rates der Stadt.

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Landesparteitag

Der Göttinger Ratsherr der Linken, Patrick Humke, gehört jetzt auch dem Landesvorstand seiner Partei an. Mit knapp 52 Prozent bei zahlreichen Mitbewerbern wurde er am Wochenende beim Landesparteitag in Hameln in das 18-köpfige Gremium gewählt.

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