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Nachbarschaftshilfe will helfende Hände vereinen

Radolfshausen baut Modellprojekt auf Nachbarschaftshilfe will helfende Hände vereinen

Die Situationen sind ganz alltäglich: Plötzlich muss die Mutter zu einem Arzt, aber wer kann für ein paar Stunden auf die Kinder achten? Oder die alte allein lebende Frau, die sich ein Bein gebrochen hat – wer kauft für sie ein? Oft hilft dann die Nachbarschaft oder Verwandte. In einer Zeit vieler Berufspendler, kleinerer Familien und zunehmender Anonymisierung fehlt diese Hilfe aber immer häufiger. Um diese Lücke zu schließen, baut die Samtgemeinde Radolfshausen zurzeit eine Nachbarschaftshilfe auf.

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Helfende Hände für die Nachbarschaftshilfe: Wolfgang Wucherpfennig, Petra Jans, Brigitte Heipke, Petra Kluge, Frank Wilde (v .l.).

Quelle: SPF

„Der Wandel in der Gesellschaft macht auch vor unserer Tür nicht halt“, sagt Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Wucherpfennig (SPD). Es gebe auch in den Dörfern immer mehr Menschen, die kurzfristig Hilfe brauchen, aber niemanden erreichen können. Zugleich gebe es zunehmend agile ältere Menschen und engagierte Bürger in allen Altersklassen, die eine Aufgabe suchen und sich irgendwie nützlich machen möchten. „Wenn wir diese Menschen wieder mehr zusammenbringen, werden unsere Orte auch als Lebensraum wieder attraktiver“, ergänzt Frank Wilde, Fachbereichsleiter für Finanzen und Ordnung. „Helfende Hände“ hat die Nachbarschaftshilfe ihr Projekt untertitelt. Es ist ein Modellprojekt, das vom Landkreis Göttingen gefördert wird. Der Kreis finanziert mit einem Start-Zuschuss für zwei Jahre Honorarkräfte, die die Nachbarschaftshilfe auf die Beine stellen sollen. Dann müsse sich das Projekt selbst tragen – vielleicht über einen Verein, so Wilde.
Bei der Nachbarschaftshilfe gehe es um kurzfristige und kleine Hilfeleistungen. Um typische Gefälligkeiten, erklären Brigitte Heipke und Petra Jans. Sie sollen das Projekt publik machen, Mitstreiter suchen und Helfer wie Hilfsbedürftige zusammenführen. Denkbar seien zum Beispiel Einkaufshilfen, Fahrdienste, Kinderbetreuung oder eine kleine Handwerksleistung. Ausgeschlossen seien hingegen dauerhafte Hilfen, Dienstleistungen oder Arbeiten, die üblicher weise von Fach-Firmen ausgeführt werden, betont die Frauenbeauftragte Petra Kluge. Das gelte auch für Pflegeleistungen.

Die Nachbarschaftshilfe steht und fällt mit ihren Teilnehmern. „Hilfe hat viele Gesichter“, sagen die Mitarbeiter und appellieren an die Bürger, sich einzubringen. Wer helfen möchte oder auch Hilfe benötigt, könne sich „gerne und unverbindlich“ mit dem Team in Verbindung setzen. Es bringe beide Seiten dann zusammen. Dabei werde auch darauf geachtet, dass Helfer und Hilfesuchender aus einem Ort kommen.

Damit die Aktion, ihre Plakate oder Post auf einen Blick erkannt werden, sucht die Nachbarschaftshilfe ein eigenes Logo. Dazu hat sie einen Wettbewerb organisiert. Aus den Einsendungen haben die Initiatoren vier Vorschläge in die engere Wahl genommen. Alle Radolfshäuser können mit abstimmen, welches Bild künftig die Nachbarschaftshilfe symbolisieren soll. Die vier Finalisten übernehmen teilweise das Logo der Samtgemeinde, drücken gemeinsame Hilfe durch eine Menschenkette aus oder zeigen in Anspielung auf den Namen der Initiative freundliche Nachbarschaftshäuser, die sich die Hände reichen. Noch bis zum heutigen Freitag können Bürger ihren Favoriten unter Telefon 0 55 07 / 96 78 88, per Mail an nachbarschaftshilfe@radolfshausen.de oder über das Menü Kontakt auf der Internetseite der Samtgemeinde – radolfshausen.de – melden.

Das Team der Nachbarschaftshilfe ist donnerstags von 9 bis 11 Uhr im Rathaus Ebergötzen, Vöhreweg 10, direkt erreichbar unter Telefon 0 55 07 /  96 78 14 beziehungsweise per E-Mail an nachbarschaftshilfe@radolfshausen.de.

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