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Natürliches Gebären statt Figur, Form und Fitness

Zaungespräch übers Kinderkriegen in Esebeck Natürliches Gebären statt Figur, Form und Fitness

„Früher“, sagt Pia Lantelme-Kruse, „bekam man Kinder eher nebenbei.“ Das habe sich gründlich geändert, meint die Hebamme mit langjähriger Berufserfahrung. Um Mutter werden, Kinder kriegen und Mutter sein ging es beim diesjährigen Esebecker Zaungespräch in Busses Saal im Dorfzentrum. Vieles sei gegenüber früheren Tagen besser geworden, einiges aber auch problematischer, fasste Lantelme-Kruse ihre langjährige Berufserfahrung zusammen.

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Im (Zaun-)Gespräch: Pia Lantelme-Kruse und Gerd Busse.

Quelle: Heller

Esebeck. Früher, meinte Lantelme-Kruse bei der von Gerd Busse moderierten Gesprächsrunde, seien die Frauen belastbarer gewesen – durch härtere körperliche Arbeit, gerade auf dem Lande. In heutigen Zeiten hingegen, in denen Frauen häufig nur am Schreibtisch arbeiteten, „kommen sie bei Geburtswehen schnell an ihre Grenzen. Viele haben einfach kein gutes Körpergefühl.“

Um Form und Figur zu erhalten oder wiederzugewinnen, besuchten Frauen mittlerweile gerne Fitnessstudios – „aber was dort gemacht wird, tut Schwangeren nicht gut“. Viel normale Bewegung sei besser als organisiertes Training. Außerdem neigten viele Frauen dazu, alles genau zu planen – bis hin zum Kaiserschnitt als Standard-Geburtsmethode, um danach im Alltag Termine einhalten zu können.

Dennoch: Vieles sei besser geworden – so hätten die Frauen in früheren Zeiten zwar deutlich mehr Kinder bekommen, viele Neugeborene und auch Mütter im Wochenbett seien allerdings auch gestorben. Gar nicht gut findet Lantelme-Kruse den heutzutage weitverbreiteten „Wunschkaiserschnitt“: Etwa ein Drittel aller Geburten fänden mittlerweile auf diesem Wege statt – und das, obwohl die Weltgesundheitsorganisation in jüngerer Zeit vor einer Reihe von Risiken, Nebenwirkungen und Spätfolgen wie beispielsweise Wundheilungsstörungen warne.

Aus medizinischen Gründen sei bei allenfalls 15 Prozent aller Geburten ein Kaiserschnitt geboten.

Nach Lantelme-Kruse interviewte Gerd Busse die Familienpädagogin Gunhild Edmundson. Sie berichtete aus ihrer Tätigkeit, die Arbeit von Pflegefamilien zu professionalisieren.

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