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Aktenstapel ade

Neu Bethlehem Aktenstapel ade

Das Krankenhaus Neu Bethlehem in Göttingen will den Aktenstapeln lebewohl sagen. Am Montag hat sich Kai Florysiak, Geschäftsführer der Metropolregion, über den Stand der Digitalisierung informiert. Klinik-Geschäftsführer Christian von Gierke gab einen Überblick über den bisherigen Stand.

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V.l.: Anne Ahlbrecht, Christian von Gierke, Kai Florysiak, Dr. Dietrich Kulenkampff mit dem neuen Visite-Wagen.

Quelle: Lieske

Göttingen. Das Krankenhaus Neu Bethlehem in Göttingen will den Aktenstapeln lebewohl sagen. Am Montag hat sich Kai Florysiak, Geschäftsführer der Metropolregion, über den Stand der Digitalisierung in der Göttinger Klinik informiert. Neu Bethlehem-Geschäftsführer Christian von Gierke gab ihm und weiteren Vertretern einen Überblick über den bisherigen Stand.

Mitte dieses Jahres habe das Krankenhaus Neu Bethlehem damit begonnen, seine Patientenakten zu digitalisieren, berichtet Geschäftsführer von Gierke. An sich nichts besonderes, doch nach dem Willen der Initiatoren sollen in Zukunft sämtliche Daten der Patienten bei einem Aufenthalt digital erfasst werden. Ziel soll es sein, die Daten schneller und jederzeit abrufbar zu machen und umfangreiche Aktensammlungen, auf die bisher zurückgegriffen werden musste, abzuschaffen. „Optimale Prozesse sind auch für die Kliniken wichtig“, verdeutlicht Florysiak. Die Metropolregion, die er vertritt, fördert innovative Projekte in unterschiedlichen Bereichen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Dazu zählt auch die Optimierung des Gesundheitssystems in der Region.

Weitere Investitionen sind eingeplant

Federführend für die Umsetzung der neuen Technik an Neu Bethlehem ist Anne Ahlbrecht. Sie hat die Projektleitung inne. „Wir organisieren zum Beispiel die Schulungen für die Mitarbeiter“, sagt Ahlbrecht. Bevor die Einführung überhaupt losgehen konnte, musste aber modernisiert werden. Eigens für die neuen Geräte, die nötig sind um Patientendaten überall verfügbar zu machen, wurde ein neues W-Lan-Netz eingerichtet, sagt von Gierke. Rund 250 000 Euro habe das Projekt bisher gekostet. Noch weitere Investitionen werden folgen, bis im nächsten Jahr eine flächendeckende Einführung auf den Stationen in Angriff genommen werden kann. Etwa 400 000 Euro könnten es am Ende sein, so von Gierke. Bisher werde das System auf der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung getestet. „Andere Häuser sind weit von dem entfernt, was Neu Bethlehem geschafft hat“, sagt Roberto Heuser, Geschäftsführer der Firma DOS, die die Umstellung technisch betreut. Ganz einfach sei die bisherige Einführung natürlich nicht gewesen: „Viele mussten sich umgewöhnen“, sagt Ahlbrecht.Das bestätigt auch Dr. Dietrich Kulenkampff, Chefarzt der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung. Die Wahl fiel auf seine Abteilung, da sie zum Kernbereich des Krankhauses gehört. „Erst wenn Dr. Kuhlenkampff sagt, man kann damit arbeiten, wird es eingeführt“, sagt Gierke zum weiteren Plan.

Unter anderem über tragbare Tablets und einen Visite-Wagen kann das Personal der Klinik auf das System zugreifen und die Patientendaten einsehen. Medikation und Kurven zu Fieber und Blutdruck sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den verfügbaren Funktionen.

Von Finn Lieske

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