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Neubau des Festen Hauses: 220 Bäume fallen

Baubeginn im Mai Neubau des Festen Hauses: 220 Bäume fallen

Die Vorbereitungen für den Neubau des Festen Hauses auf dem Leineberg laufen. Mehr als 220 Bäume, darunter mehr als 80, die unter die Baumschutzsatzung der Stadt fallen, sind auf dem Parkgelände des ehemaligen Landeskrankenhauses am Rosdorfer Weg in den vergangenen Tagen gefällt worden.

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Abgesteckt und umgehauen: Auf dem Leineberg entsteht das Feste Haus.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Derzeit, so erläutert Michael Brassel, Bauamtsleiter beim Staatlichen Baumanagement Südniedersachsen, würden für den Neubau die Ausschreibungen erarbeitet, die in Kürze erfolgen sollen. 70 bis 80 Prozent der Arbeiten sollen europaweit ausgeschrieben werden. Brassel rechnet damit, dass Ende Mai, Anfang Juni die Tiefarbeiten beginnen können.

Für den Bau veranschlagt Brassel Kosten in Höhe 30 Millionen Euro. Anfang 2009 bei der ersten Vorstellung der Pläne für das Haus auf dem Göttinger Leineberg waren maximal 20 Millionen Euro im Gespräch. Bis Ende 2015, so Brassel, soll der Neubau nach Plänen des Göttinger Architekten Hansjochen Schwieger fertig sein.

„Ein strenger Ziegelbau, der die Jahrzehnte überdauert“, beschreibt Schwieger seinen Entwurf. Umgeben ist das Gebäude von der sogenannten Moringer Hecke: Einer Hecke, in deren Inneren Stacheldraht gespannt ist und die Ausbrüche verhindern soll. Statt bisher 32 soll das neue LKH-Gebäude 70 Plätze enthalten. 115 Arbeitsplätze sollen durch den Neubau erhalten oder neu geschaffen werden.

In der Novembersitzung hatte der Rat der Stadt bei namentlicher Abstimmung mit seiner Zustimmung für den Bebauungsplan den Weg für den Neubau freigemacht.  31 von 40 stimmberechtigten Ratsmitgliedern stimmten dafür, neun (Grüne: Margit Göbel, Ernst Gottwald, Lara Piepkorn, Rahima Valena. Linke: Civar Akad, Patrick Humke, Gerd Nier. Piraten: Martin Rieth, Tobias Schleuß) dagegen.

Zuvor hatte es monatelang Diskussionen um das Feste Haus, alternative Standorte und die Zerstörung des Parks gegeben.

Das Feste Haus ist der Hochsicherheitsbereich des Landeskrankenhauses Moringen (LKH) für gefährliche Patienten des Maßregelvollzugs. Im Maßregelvollzug sind psychisch kranke Straftäter untergebracht, die als schuldunfähig oder vermindert schuldfähig gelten und von denen eine weitere Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.

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Nahe Fläche erhalten

Ökologische Verluste durch den umstrittenen Bau eines neuen Gebäudes für psychisch kranke Straftäter auf dem Leineberg sollen am Kiessee ausgeglichen werden. Die nahegelegene Alternativfläche für den jetzt beschlossenen Bauplatz soll unabhängig davon aber mit dem Eigentümer als Natur- und Naherholungsfläche erhalten und nutzbar gemacht werden. Diesen Vorschlag der Grünen hat der Rat der Stadt mit großer Mehrheit zur weiteren Beratung an seinen Bauausschuss verwiesen.

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