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Neue Anzeige, neue Fälle

Krebs-Experten arbeiten Neue Anzeige, neue Fälle

Nach Bekanntwerden der zahlreichen Krebs-Erkrankungen in einem Wohngebiet in Groß Schneen ist bei der Staatsanwaltschaft eine weitere Strafanzeige eines lebensbedrohlich Erkrankten eingegangen. Auch dieser Anzeigeerstatter wohnt nahe der Schilderfabrik Wilhelm Grewe OHG. Sein Name stand nicht auf der Liste der Krebs-Fälle, die ein 66 Jahre alter Biochemiker im September bei der Staatsanwaltschaft eingereicht hatte und die zu den Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung geführt hatte.

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Im Verdacht: Firma der Schilder-Lackiererei in Groß Schneen.

Quelle: Pförtner

Groß Schneen / Hannover. Der zweite Anzeigeerstatter, ein Polizist, nennt weitere sechs Krebsfälle, die bisher unbekannt waren. Damit liegt die Zahl der gemeldeten Fälle in dem 400 Einwohner zählenden Gebiet bei 60. Inoffiziell sind dem Tageblatt weitere neun Fälle in Groß Schneen bekannt, von denen drei frühere Nachbarn oder Mitarbeiter der verdächtigten Firma betreffen. 

Am Mittwochmorgen hat in Hannover die Ad-hoc-Arbeitsgruppe erstmals getagt, die das Sozialministerium nach den Berichten vom Freitag einberufen hat. Die Experten vom Landesgesundheitsamt, vom Ministerium, vom Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen (EKN) und vom Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen wollen zunächst die tatsächliche Anzahl der Fälle feststellen und diese dann bewerten. Es werde, so Ministersprecher Thomas Spieker, mit der Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet.

Eckart Mayr, der Leiter des hiesigen Gesundheitsamtes, erklärt auf Anfrage, dass erste Bewertungen frühestens im Laufe der nächsten Woche vorliegen. Die Behörde hat inzwischen tausende Todesbescheinigungen der vergangenen 20 Jahre durchgearbeitet, um Hinweise auf Krebs als Ursache in Groß Schneen zu finden.

Das EKN, so Mayr, sei nicht geeignet, eine relative Häufigkeit auf so kleinem Bereich wie einem einzelnen Dorf zu belegen. Kleinste registrierte Einheiten seien hier 5000 Menschen. Allenfalls Aussagen auf Gemeindeebene seien also möglich. Außerdem basiere das EKN allein auf freiwilligen Angaben von Ärzten. Die Daten seien also nicht vollständig.

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Firma aus Groß Schneen wehrt sich 

Nach den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und der Unruhe in Groß Schneen wegen zahlreicher Krebsfälle hat sich die verdächtigte Firma Wilhelm Grewe OHG erneut zu Wort gemeldet. Geschäftsleitung und Mitarbeiter seinen „wegen der aufgetretenen Krebserkrankungen in unserem Heimatort sehr betroffen“.

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