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Neue Bahn hält auch in Göttingen

Locomore jetzt am Zug Neue Bahn hält auch in Göttingen

Eine neue Bahn zwischen Berlin und Stuttgart mit Zwischenhalt in Göttingen ist ab Mittwoch, 14. Dezember, am Zug. Locomore erreicht die Landeshauptstadt in gut drei Stunden.

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In drei Stunden in der Landeshauptstadt: Locomore fährt jetzt von Stuttgard über Göttingen nach Berlin.

Quelle: Jacksch

Göttingen. Pünktlich um 10.20 Uhr verlässt der Fernzug mit den im kräftigem Orange lackierten Reisezugwagen den Bahnhof Göttingen über Hannover und Wolfsburg nach Berlin-Lichtenberg, Ankunft 13.32 Uhr. In Berlin hält der Zug zuvor noch an den Bahnhöfen Zoologischer Garten, Haupt- und Ostbahnhof.

Knapp eine Stunde später (14.28 Uhr) geht es von Lichtenberg aus wieder zurück, ebenfalls mit Zwischenhalt in Göttingen (17.42 Uhr). „Wir versuchen, den Zugbetrieb in allen denkbaren Bereichen so ökologisch wie möglich zu gestalten“, erklärt Derek Ladewig, Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer von Locomore. „Dazu gehört natürlich auch, dass unser Zug mit  echtem Ökostrom  fährt.“ Die beim Bremsen entstehende Energie wird bei der für Locomore eingesetzten schwarzen Elektrolokomotive von Hectro-Rail (einem schwedischen Eisenbahnunternehmen) zurück ins Bahnstromnetz eingespeist und verringert so den Energieverbrauch erheblich. Schließlich bringt die bullig anmutende Lok der Baureihe 242 rund 9000 Pferdestärken  auf die Schiene. Bis zu neun Wagen mit jeweils 70 Sitzplätzen können angehängt werden. 

Die Locomore-Ticketpreise werden dem Unternehmen zufolge dynamisch, abhängig von Nachfrage und Verfügbarkeit, bestimmt. Für jede Relation werden Tickets in den Produktklassen Basic und Business (Snack sowie ein Heiß- und Kaltgetränk ab 60 Minuten Fahrt inklusive) angeboten. Die Preisspanne der Tickets liegt bei den Fahrten von Göttingen nach Berlin zwischen 11 bis 59 Euro oder nach Hannover zwischen 7 und 26 Euro. Die Sitzplatzreservierung ist kostenlos „Mit unserem Höchstbetrag sind wir immer noch günstiger als die Deutsche Bahn“, unterstreicht Locomore-Geschäftsführer Derek Ladewig: „Unser Zug ist mit 200 km/h fast so schnell wie der ICE auf dieser Strecke und deutlich schneller als ein Fernbus.“

Für einen zeitgemäßen Komfort sorgen modernisierte IC-Reisezugwagen mit Tischen, WLAN und Steckdosen in den Bereichen wie Business, Ruhe oder Familie. Durch drei Wagentypen kann die Reise nicht nur wahlweise im Abteil oder im Großraumbereich angetreten werden. Multifunktionswagen bietet auch spezielle Reisebereiche für Familien und Rollstuhlfahrer und genügend Platz. Zudem gibt es Themenabteile, in denen sich beispielsweise Reisende zusammenschließen können, die gern Karten spielen oder sich über Literatur austauschen möchten. Tickets  gibt es unter anderem Internet unter locomore.com oder per Smartphone, in ausgewählten  Reisebüros, oder im Zug beim Bordpersonal.

Von Ferdinand Jacksch

Mehr Vielfalt auf der Schiene

Derek Ladewig (44) ist geschäftsführender Gesellschafter von Locomore. Im Kurzinterview spricht er über das neue Angebot.

Derek Ladewig, geschäftsführender Gesellschafter Locomore.

Quelle: Jacksch

Sie versprechen mit Locomore ihren Fahrgästen mehr Bahn!?

Als weltweit erstes crowdfinanziertes Bahnunternehmen verkörpern wir den Wunsch vieler, den Fernverkehr auf der Schiene durch mehr Vielfalt weiterzuentwickeln und kundenorientierter zu gestalten."

Was erhoffen Sie  sich vom Haltepunkt Göttingen?

Neben den großen Städten wie Berlin, Frankfurt, Stuttgart und Hannover ist die Universitätsstadt Göttingen nicht nur aus geografischer Sicht ein wichtiger Halt. Wir versprechen uns auch aus dem Kreis der Studenten eine große Nachfrage für unser attraktives Produkt. 

Sie haben weitere Strecken im Visier?

Wenn die Linie Stuttgart-Berlin wirtschaftlich erfolgreich ist, planen wir in den nächsten Jahren neben einer weiteren Fahrt auf der Strecke Berlin - Stuttgart Verbindungen zwischen Berlin und Köln, Frankfurt und München sowie Berlin und Rügen anzubieten. 

Interview Ferdinand Jacksch

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