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Neue Kleider für die Innenstadt

Weender Straße Nord Neue Kleider für die Innenstadt

Bretterzäune, Bagger, Baustellenlärm: In der Göttinger Fußgängerzone werden Geschäfte umgebaut. Im nördlichen Abschnitt der Weender Straße sollen bald neue Läden eröffnen: Demnächst gibt es neue Modegeschäfte.

Ob es bei dem derzeitigen Wechselspiel auch im Einkaufszentrum Carré zu einem Mieterwechsel kommt, steht noch nicht fest. Auch nicht in welchem Umfang das 1972 errichtete Gebäude saniert werden soll. So gut wie sicher ist aber, wie sich bereits im November andeutete (Tageblatt berichtete), ein Eigentümerwechsel. „Die Verkaufsverhandlungen für das Einkaufszentrum Carré Göttingen sind noch nicht abgeschlossen. Wir gehen davon aus, dass wir hier kurzfristig zu einem positiven Ergebnis gelangen werden“, erklärt Aud Wiese, Sprecherin der jetzigen Eigentümerin SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co.

Auch das gegenüberliegende Gebäude Weender Straße 80, das alte Gothaer Haus, ist in die Jahre gekommen und soll modernisiert werden. „Das Verfahren läuft jetzt an“, sagt Stadtbaurat Thomas Dienberg. Drei Architektenbüros sollen Entwürfe vorstellen, wie das Gebäude umgestaltet werden kann. „Wir rechnen nach Ostern mit den Ergebnissen“, so Dienberg.

In dem 1975 erbauten Haus sollen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss Flächen für Einzelhandel, darüber für Dienstleistungen entstehen. Die Fassade soll erneuert werden, viel Glas soll für Licht sorgen. Das alte Gebäude soll teils erweitert, teils rückgebaut werden, der Innenhof wird überbaut. Für den Besitzer des Gebäudes, ein Immobilienfond, entwickelt ein Hamburger Büro das Projekt, die Koordination wiederum liegt bei dem Büro Stauber Associates.

Derzeit sind die Häuser 72/74 eingerüstet. Bauarbeiter haben inzwischen das Fachwerk des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes Nummer 74 freigelegt. Der Dachstuhl muss originalgetreu restauriert werden. Geplant ist, dass in die beiden Immobilien mit einer gesamten Einzelhandelsfläche von mehr als 1500 Quadratmeter der schwedische Moderiese H&M einzieht. Der hält sich aber seit Jahren bedeckt, bestätigt nichts, dementiert aber auch nicht. Aus der deutschen Zentrale gibt es stattdessen seit Jahren folgende Standardantwort: „Göttingen ist ein sehr interessanter Standort für H&M und langfristig möchten wir auch dort gerne unsere vielfältigen Kollektionen für die ganze Familie anbieten. Weitere Informationen können wir ihnen zu diesem Zeitpunkt allerdings leider nicht zur Verfügung stellen”, sagt Sprecherin Nadine Schmidt auf Anfrage.

Ein paar Häuser weiter auf der Seite der Weender Straße räumt im Haus mit der Nummer 64 derzeit der Schuhfilialist Roland seinen Laden. Hier plant das französische Modelabel Promod noch in diesem Frühjahr einzuziehen. Rund 200 Quadratmeter Fläche stehen dem Textilanbieter zur Verfügung.

In den Räumen der ehemaligen Nordseefiliale, Weender Straße 55, eröffnet ebenfalls in diesem Frühjahr der dänische Modekonzern Bestseller eine Filiale. In das mehr als 800 Quadratmeter große Ladenlokal ziehen die Herren-Modemarke Jack&Jones und die Damen-Modemarke Vero Moda ein. Als Eröffnungstermin ist der 31. März geplant. Bereits im Sommer hatte Bestseller eine Filiale für sein Label Only in unmittelbarer Nachbarschaft, Weender Straße 61, eröffnet.

Einer der wenigen Leerstände in der Weender Straße nördlich der Prinzenstraße ist die Nummer 47. Allerdings stehe hier eine neue Vermietung kurz vor Vertragsabschluss, sagt Immobilienmaklerin Veronika Frels. Weil aber noch nicht unterschrieben ist, hält sie sich, was die Branche angeht, bedeckt: „Es wird auf jeden Fall keine Gastronomie.“

Kaum ist das Cinema in der Weender Straße 58 ausgezogen, haben schon die Umbauarbeiten für den neuen Mieter begonnen. Die deutsche Modemarke S.Oliver will dort im Herbst einen so genannten Flagshipstore auf knapp 1100 Quadratmetern und zwei Etagen eröffnen. Zu der Filiale gehören dann auch die Räume der Buchhandlung Calvör, die in dieser Woche neu in der Jüdenstraße eröffnet hat.

Von Michael Brakemeier und Britta Bielefeld

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Weender Straße

Göttingens Einkaufsstraße Nummer eins wandelt sich. Vor allem im nördlichen Bereich zwischen Prinzenstraße und Weender Tor haben sich in den vergangenen Jahren etwa mit Deichmann oder New Yorker neue Kundenmagneten angesiedelt, die den zuvor etwas vernachlässigten Straßenabschnitt aufgewertet haben.

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