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Neuer Ärger um Gleichener Schulen

Andrang in Diemarden Neuer Ärger um Gleichener Schulen

Der große Schulstreit in der Gemeinde Gleichen um den Standort Reinhausen ist noch gar nicht richtig verdaut, da keimt neuer Ärger auf: Die Grundschule in Diemarden hat aus ihrem Einzugsgebiet und darüber hinaus so viele Anmeldungen, dass sie im nächsten Schuljahr ausnahmsweise zwei statt nur eine erste Klasse einrichten möchte.

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Zukunftssorgen: In Groß Lengden wird es in den kommenden Jahren immer weniger Kinder und vielleicht Kombiklassen geben.

Quelle: Theodoro da Silva

Diemarden / Groß Lengden. Zugleich sorgt sich der Ort Groß Lengden um die Zukunft seiner Grundschule, weil es in ihrem Bereich immer weniger Kinder gibt. Gefordert wird eine Änderung der Einzugsbezirke: Danach sollten Kinder aus Klein Lengden künftig ausschließlich der Schule in Groß Lengden zugeordnet werden. Zurzeit haben sie ein Wahlrecht zwischen Diemarden und Groß Lengden. Einzige Einschränkung: Die Satzung der Gemeinde sieht nur eine erste Klasse vor. Werden aus Diemarden, Reinhausen und Klein Lengden zu viele Kinder angemeldet, müssen letztere nach Groß Lengden gehen.

Würde die Grundschule Diemarden aber alle Voranmeldungen für das nächste Schuljahr berücksichtigen, könnte sie problemlos zwei mittelgroße Klassen einrichten. Und genau das beantragt die Schule jetzt als Ausnahme für diesen einen Jahrgang und listet dazu viele Gründe auf. Ein Kind komme zum Beispiel aus Gelliehausen, ziehe aber bald nach Diemarden um. Teilweise lebten die Kinder zwar in Klein Lengden, hätten aber bereits Geschwister an der Diemardener Schule.

Für eines der betroffenen Kinder gebe es wichtige pädagogische Gründe für eine Beschulung in Diemarden. Und schließlich hätten die Familien ihre Kinder bereits angemeldet, bevor das Land im Frühjahr den Teiler gesenkt hat, nach dem große Klassen gesplittet werden müssen. Und zu guter Letzt habe die Schule in Groß Lengden keine Nachteile, wenn Diemarden im nächsten Jahr ausnahmsweise mit Kindern auch aus Klein Lengden, Gelliehausen und von der Steinsmühle zwei Klassen bilde.

Das sehen die Nachbarschule und der Ortsrat von Groß Lengden anders – zumindest langfristig. Sie fürchten, dass an ihrer Schule schon bald so wenig Kinder eingeschult werden, dass jahrgangsübergreifende Kombiklassen gebildet werden müssen. Vor diesem Hintergrund fordern sie in einem eigenen Antrag eine gleichmäßige Auslastung der Schulen. Dazu müssten die Bezirke geändert werden. Heißt: keine Wahlfreiheit für die Klein Lengder ab 2014/15.

Zwei Anträge also, die doch eng verzahnt – und unter den Politikern im Schulausschuss umstritten sind. Während sich die Grünen vehement für den Wunsch aus Diemarden aussprachen, wollen SPD und CDU einen „Satzungsbruch“ vermeiden. Im Einklang mit der Verwaltung gehen sie auch davon aus, dass die Schulleitung die jetzige Entwicklung zeitiger hätte erkennen und entsprechend reagieren können. Eine Entscheidung vertagte der Ausschuss dennoch auf die Ratssitzung im Dezember.

Zugleich stimmte das Gremium dem Groß Lengder Antrag mit den Voten der SPD und Elternvertreter zu. Ihr Argument: Standortsicherung habe oberste Priorität. Die BsP lehnte ab, CDU und Grüne enthielten sich.

Unabhängig davon zeigen Statistiken der Gemeinde, dass in den kommenden Jahren generell immer weniger Kinder in die vier verbliebenen Grundschulen eingeschult werden. Nach ihren Prognosen wird es in Bremke auch künftig nur noch Kombiklassen geben. Groß Lengden dürfte ebenfalls mittelfristig auf Kombiklassen zusteuern. Die Gartetalschule mit sehr großem Bezirk wird ab 2014 wohl nur noch einzügig einschulen. Nur Diemarden dürfte sich recht stabil mit jeweils mindestens einer gut gefüllten ABC-Klasse entwickeln.

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Änderung der Schulbezirke

Ab 2014 sollen Klein Lengder Kinder nur noch an der Grundschule in Groß Lengden eingeschult werden. Bisher konnten sie wahlweise auch die Schule in Diemarden besuchen. Gegen die Änderung der Schulbezirke protestieren Klein Lengder Eltern. Ihre Argumente hat der Schulausschuss des Rates nach langer Debatte zurückgewiesen. Am Mittwoch entscheidet der Rat.

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