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Neuer Rastplatz an A 7 bei Atzenhausen geplant

Parkplatzangebot für Lkw verbessern Neuer Rastplatz an A 7 bei Atzenhausen geplant

An der Autobahn 7 zwischen Dahlenrode und Atzenhausen soll ein Rastplatz gebaut werden. Das bestätigte jetzt die zuständige niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim gegenüber dem Tageblatt. Hintergrund sei das Ausbauprogramm zur Verbesserung des Parkflächenangebots an Autobahnen. In Kürze sollen erste Vermessungsarbeiten durchgeführt werden. Davon sind Flächen in den Gemarkungen Dahlenrode und Mollenfelde betroffen.

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Lastwagen an Lastwagen: übliches Bild an der Autobahn-Raststätte bei Mengershausen.

Quelle: Hinzmann

„Es gibt ein erhebliches Defizit an Stellplätzen für Lkw“, erklärte Heiko Lange von der Landesbehörde. Das erschwere den Lastwagenfahrern nicht nur das Einhalten der Lenk- und Ruhezeiten. Noch dazu seien die vorhandenen Rastanlagen ständig überlastet. Dies führe häufig zu „groben Verkehrsbehinderungen mit Parken in den Fahrgassen (bis einschließlich Rückstau auf die Autobahn) und teilweise groben Sachbeschädigungen an Verkehrs- und Grünanlagen sowie den Ausstattungen der Rastplätze“, heißt es auf der Internetseite der Landesbehörde. Der neue Rastplatz, der auf der Westseite der A 7 ungefähr in dem Bereich zwischen der Unterführung des Gemeindeverbindungswegs Dahlenrode/Mollenfelde und der Landesstraße L 564 unterhalb des Kellerbergs entstehen soll, wird eine Länge von 400 bis 500 Metern haben. Er soll neben 50 Lkw-Stellplätzen auch 30 Autoparkplätze und eine WC-Anlage umfassen. Damit wird er noch etwas größer als der Rastplatz Parensen bei Bovenden, der derzeit erweitert wird und nach dem Ausbau 40 Lkw-Stellplätze bieten soll.

Derzeit sei man dabei, den Vorentwurf für den neuen Rastplatz zu erstellen, sagte Lange. Die Genehmigung des Bundesverkehrsministeriums, ein Konzept zu erarbeiten, liege bereits vor. In Kürze würden erste Vermessungsarbeiten auf Grundstücken in den Gemarkungen Dahlenrode und Mollenfelde starten. Daran knüpfe das Planfeststellungsverfahren an, zu dem Gemeinde und betroffene Ortsräte gehört werden. Bis zum Bau des Rastplatzes würden aber mindestens noch zwei Jahre vergehen. „Wir befinden uns noch im Anfangsstadium“, so Lange. Daher habe es auch noch keine Gespräche mit Landwirten gegeben, die im Bereich des geplanten Rastplatzes Land besitzen. Lediglich der Landkreis Göttingen sei informiert. Die Grundstücksbesitzer können gegen die Vermessungsarbeiten ohnehin nicht viel ausrichten. In einer Bekanntmachung der Landesbehörde heißt es dazu: „Da die genannten Arbeiten im Interesse der Allgemeinheit liegen, hat das Bundesfernstraßengesetz (...) die Eigentümer (...) verpflichtet, sie zu dulden.“ Etwaige durch diese Vorarbeiten entstehende „Vermögensnachteile werden in Geld entschädigt“. Gegen den Bescheid könne aber innerhalb eines Monats (die Bekanntmachung ist auf den 21. Januar 2011 datiert) Klage beim Verwaltungsgericht Göttingen erhoben werden.

Dahlenrodes Ortsbürgermeister Manfred Schrickel (FWG) reagierte überrascht auf das Fortschreiten der Planungen. Man sei zwar in der vergangenen Ortsratssitzung darüber unterrichtet worden, „was kommen soll“. Die Informationen seien aber alles andere als genau gewesen. Landwirt Henning Hagemann aus Mollenfelde, der in dem Bereich für den geplanten Rastplatz 20 Hektar Land besitzt, hat in einem Aushang von den Plänen erfahren. Daraufhin rief er bei der Landesbehörde an, wo man ihm das Vorhaben bestätigte. Da das Projekt im öffentlichen Interesse liege, könne er sich wohl nicht dagegen wehren, glaubt Hagemann. Dabei sei er schon genug von der Autobahn gebeutelt. Er werde zwar für das Land, was er abgeben müsste, finanziell entschädigt. Das sei aber „nicht lukrativ“. Andreas Fuhrmann

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Neue Rastanlage an der A 7 bei Mollenfelde, weil es zu wenige Lkw-Parkplätze gibt. Darüber berichtete das Tageblatt am Mittwoch. Eine zweite neue Rastanlage könnte bei Elkershausen an der A 38 entstehen.

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