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Neuer Vorstoß für Dransfelder Umgehung

Geld aus Konjunkturprogramm? Neuer Vorstoß für Dransfelder Umgehung

Die alten Schlachten um eine Dransfelder Umgehungsstraße erfahren möglicherweise eine Neuauflage. Geld aus Konjunkturprogrammen könnte kurzfristig eine Chance für einen Bau bieten. Der Dransfelder Stadtrat verschob vorerst eine eindeutige Stellungnahme.

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Eine Umgehungsstraße für Dransfeld ist nach wie vor umstritten: Im Norden soll die Trasse um die Stadt herumführen. 

Ende 2003 war eine Dransfelder Umgehung eigentlich schon in der Versenkung verschwunden. Die rotgrüne Bundesregierung hatte die Umgehung aus dem Bundesverkehrswegeplan gekippt. Jetzt kommen die kurz zuvor von der Stadt vorfinanzierten, detaillierten Pläne wieder auf den Tisch. 

Da möglicherweise Geld aus Konjunkturprogrammen zur Verfügung stehen könnte, sollte der Stadtrat erneut ein Votum für den Bau einer Ortsumgehung abgeben und sich mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten für eine Realisierung einsetzen, so der Vorschlag der Verwaltung. Die CDU-Fraktion fühlte sich am Mittwochabend im Rat, „etwas überrumpelt“. Fraktionschef Jan-Thomas Geyer forderte erst eine Beratung im Fachausschuss. Günther Schwethelm (Grüne) zeigte sich „entsetzt“ über den „wahnsinnigen Landschaftsverbrauch“ mit Dämmen, Einschnitten und Rampen des „phantastischen Monstrums“. Von den Grünen seien in den vergangenen Jahren keine Initiativen zur Verkehrsberuhigung in der Langen Straße gekommen, kritisierte Ulfert Eilers (SPD). Der Rat votierte schließlich einstimmig für Beratung im Ausschuss einschließlich Alternativen – voraussichtlich am 17. August.

B3 wird Landesstraße

Die Kosten wurden 2003 auf rund elf Millionen Euro geschätzt. Der Haken an der Sache ist, dass die Bundes- voraussichtlich in zwei, drei Jahren zur Landesstraße abgestuft wird, wenn der sechsspurige Ausbau der A7 bis zur Anschlussstelle Göttingen-Nord abgeschlossen ist. Dann gibt es kein Geld mehr aus Berlin für einen Umgehungsbau. Eine Finanzierung durch das Land ist noch unwahrscheinlicher. Eine Abstufung ändert aber nichts daran, dass bei Sperrung oder Stau auf der Autobahn der Verkehr über Dransfeld fließt – mit oder ohne Umgehung, mit oder ohne Kreisel am Ortseingang. Aus Sicht des Landesstraßenbauamtes können die Pläne aus 2003 als Grundlage für ein Planfeststellungsverfahren dienen – Dauer erfahrungsgemäß ein bis zwei Jahre. 2005 fuhren am Tag rund 8200 Fahrzeuge auf der B 3, davon 500 Lastwagen.

Von Gerald Kräft

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