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Neues Café im Badehaus?

Cheltenhampark Neues Café im Badehaus?

„Ein Café mit Restaurant und schöner Terrasse.“ So stellt sich Pasquale Lista die neue Einrichtung des Rohns’schen Badehauses im Göttinger Cheltenhampark vor.

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Kaffee statt Kunst? Ein Göttinger Gastronom möchte im Rohns’schen Badehaus ein Café einrichten.

Quelle: Hinzmann

Der Gastronom habe entsprechendes Interesse bei der Stadtverwaltung bekundet, sagte er gegenüber dem Tageblatt. Im Außenbereich stellt sich der Gastwirt, der sonst im Restaurant Rialto im Iduna-Zentrum an der Weender Landstraße arbeitet, eine großzügige Terrasse vor, auf der bis zu 100 Gäste Platz finden sollen: „Eine Art Biergarten.“ Aber, dämpft Lista die Vorfreude, noch sei alles „so offen, so unsicher“.

Der Sprecher der Stadtverwaltung, Detlef Johannson, bestätigt, dass es eine Anfrage zur künftigen gastronomischen Nutzung des Rohns’schen Badehauses gebe. „Das ist für die Stadt auch grundsätzlich vorstellbar.“ Aber, so gibt Johannson zu bedenken, es müssten sich erst der aktuelle Pächter und ein möglicher Interessent einig werden. An Spekulationen wolle man sich von Seiten der Stadt nicht beteiligen: „So lange noch kein Ei gelegt ist – also ob das Gebäude überhaupt zur Verfügung steht – gackern wir noch nicht mit.“

Pächter des Rohns’schen Badehauses ist die Familie Bohm. Seit 1972 befindet sich in den dortigen Räumen eine Filiale der Göttinger Kunsthandlung „S. Bohm“. Ihren Stammsitz hat die Firma, die seit mehr als 60 Jahren in Göttingen ansässig ist, in der Barfüßerstraße.

Ein weiterer Showroom befindet sich in Paris. Tillmann Bohm zu den Plänen für das Rohns‘sche Badehaus: „Wir denken über eine Nutzungsänderung beziehungsweise Nutzungserweiterung nach.“ Unter den Überlegungen, so Bohm, seien auch gastronomische Nutzungsmöglichkeiten. Mehr wolle und könne man zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht sagen: „Da ist noch nichts spruchreif.“ Aber, verspricht der Kunsthändler, in drei Wochen könnte das schon anders aussehen.

Das Rohn‘sche Badehaus im Cheltenham Park

Das Rohns’sche Badehaus wurde von Christian Friedrich Andreas Rohns (1787-1853) als Anbau an sein Wohnhaus errichtet. Rohns kam 1811 nach Göttingen und prägte mit seiner klassizistischen Architektur das Gesicht Göttingens. 1842 wurde Rohns königlicher Baukommissär. Zu seinen Bauten gehören die Sternwarte, die Aula und das Amtshaus neben dem Neuen Rathaus, aber auch die im Krieg zerstörte Anatomie und die Knochenmühle bei Herberhausen – und das nach ihm benannte Badehaus im heutigen Cheltenhampark. Es wurde von 1819 bis 1820 erbaut.

Von Lukas Breitenbach

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