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Neun Menschenleben durch Feuer gefährdet

Brandanschlag Neun Menschenleben durch Feuer gefährdet

Ein Brandanschlag auf das Haus der Burschenschaft Brunsviga am Schildweg hat in der Nacht zu Freitag neun Menschenleben bedroht. Nur dank eines aufmerksamen und schnell reagierenden Zeugen konnten die im Haus schlafenden Bewohner alarmiert werden und sich durch einen Seiteneingang in Sicherheit bringen. Die Polizei schließt einen politisch motivierten Anschlag nicht aus.

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Brandspuren: Eingangstür.

Quelle: CH

Das Feuer war gegen 3.35 Uhr von einem vorbeiradelnden 22-Jährigen entdeckt worden. Zwei Altpapiertonnen waren von unbekannten Tätern mehrere Stufen hin-auf auf einen Treppenabsatz vor die hölzerne Eingangstür gezogen worden. Nach ersten Erkenntnissen wurden sie mit einem Brandbeschleuniger entzündet, so dass die Flammen leicht auf den Eingang hätten überspringen können. Das Holz der Tür wurde erheblich angekohlt.

Der 22-Jährige selbst zerrte einen der brennenden Container vom Treppenabsatz, während andere Zeugen die Bewohner weckten. Gemeinsam, so Sven Ursinus von der Burschenschaft, wurde der zweite Container weggezogen. Die alarmierte Feuerwehr löschte die prall gefüllten und völlig zerstörten Kunststoffbehälter auf der Straße. Verletzt wurde durch den Brand niemand. Ins Haus sei lediglich Rauch gezogen.

Es war nicht der erste Angriff auf das Verbindungshaus, das direkt gegenüber dem Cheltenham-Park gelegen liegt. Vor Jahren wurde schon einmal ein brennbares Gemisch in den Türschlitz gekippt und entzündet. Alle paar Wochen gebe es Würfe mit Farbbeuteln, Eiern oder Steinen, sagt Ursinus. Dabei sei die Brunsviga eine besonders liberale Verbindung, die 1996 die Neue Deutsche Burschenschaft mitgründete, um sich von nationalistischen Bünden zu distanzieren. Die Polizei Göttingen, die unter 05 51 / 4 91 10 13 dringend Zeugen sucht, teilte mit: Verletzungen von Menschen seien von den Tätern billigend in Kauf genommen worden.

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