Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Gewitter

Navigation:
„Nicht das Medium ist das Übel“

Verein Blickwechsel „Nicht das Medium ist das Übel“

Wer kennt das nicht: Die Kinder sitzen stundenlang am Computer. Keine Gegenliebe erfahren Eltern, die sie irgendwann zum Ausschalten ermahnen. Doch wo bleibt die Zeit an der frischen Luft, für Treffen mit Freunden oder Hausaufgaben. „Nicht das Medium ist das Übel“, versucht Sabine Eder einen anderen Blick auf die neuen Medien zu richten.

Voriger Artikel
Bonifatiusschule II bleibt bestehen
Nächster Artikel
Landkreis fordert 2,6 Millionen Euro

Bei medienpädagogische Fachtagung im Blickwechsel-Team: Im Bürgerhaus Grone erarbeiten Tobias Milde, Britta Kanabaja, Sabine Eder, Mia Guttormsson, Gisela Witt und Claudia Raabe neue Ideen für ihre Arbeit (v.l.).

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Denn die Arbeit mit den neuen Medien berge viele ungeahnt kreative Möglichkeiten.  Die Medienpädagogin gehört zum Verein Blickwechsel. Blickwechsel meine, von einem konsumierenden zu einem produzierenden Blick zu gelangen, erklärt Eder. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollten die Möglichkeit bekommen, die Technik in die Hand zu nehmen, um ihre Ideen umzusetzen.

Außerdem möchte der Verein Erwachsene dazu anregen, Medieninhalte aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen zu betrachten. Nur so könnten sie erkennen, was den Nachwuchs an bestimmten Angeboten fasziniert oder auch ängstigt. Es bedeute aber auch, Kinder und Jugendliche anzuregen, sich kritisch mit Medien und ihren Inhalten auseinanderzusetzen.

1990 wurde der medienpädagogische Zusammenschluss mit Sitz in Göttingen und Regionalstellen in Bremen, Gießen und Hamburg gegründet. Seither bietet er Fortbildungen für pädagogisch Tätige und Interessierte an, für Erzieher, Lehrer, Sozialpädagogen und Fachschüler. Außerdem realisiert der Verein Blickwechsel seit seiner Gründung  Medienprojekte mit Kindern und Jugendlichen, verwirklicht die medienpädagogische Zusammenarbeit mit Eltern und erstellt didaktische Materialien und Publikationen.

„Siehste Töne!? Hörste Bilder!?“

Für sein Projekt „Siehste Töne!? Hörste Bilder!?“ wurde der Verein in diesem Jahr mit dem Dieter-Baacke-Preis ausgezeichnet. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit Behinderung dazu zu bringen, selbst zu Medienproduzenten zu werden. „Siehste Töne!? Hörste Bilder!?“gewann in der Kategorie „Integrative/Intergenerative Projekte“ den ersten Preis (2000 Euro). Das Programm leite Kinder und Jugendliche mit Behinderung sensibel darin an, eigenständig medial zu produzieren.

Die Heranwachsenden bekämen die Möglichkeit zu experimentieren, Interviews zu führen, Hörspiele zu entwickeln, zu fotografieren, den Computer zu nutzen oder Filme zu drehen. Deutlich werde die herausragende pädagogische Methode, die den Schülern Raum beim Experimentieren und Kreieren lasse, hieß es bei der Preisverleihung in Paderborn. Schon im Jahr 2000 wurde dem Blickwechsel der Dieter-Baacke-Preis für „herausragende medienpädagogische Arbeit“ verliehen.

Von Ute Lawrenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 6. bis 12. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt