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Kein Ärztemangel im Landkreis

Ärzte auf dem Land Kein Ärztemangel im Landkreis

Weil viele Arztpraxen unbesetzt seien, fordern Kommunen einen Rechtsanspruch auf einen Hausarzt in jeder Gemeinde. Im Landkreis Göttingen wird das nicht nötig sein: Die Ärzteverteilung sei gut, sagt Harald Jeschonnek, Geschäftsführer der Bezirksstelle Göttingen der Kassenärztlichen Vereinigung.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Bezirksstelle Göttingen unterscheide vier Planungsbereiche, erklärt Jeschonnek: die Stadt Göttingen inklusive angrenzender Gemeinden, Hann. Münden, Duderstadt und den Altkreis Osterode. Alle vier Bereiche hätten zurzeit eine Auslastung von über 100 Prozent. „Ab 110 Prozent Auslastung wird ein Bereich gesperrt“, erklärt der Geschäftsführer. Das bedeute, dass sich dort dann keine weiteren Ärzte niederlassen dürften. Der Bereich Göttingen sei seit der Einführung dieser Bedarfsplanung gesperrt, 126,7 Prozent Auslastung verzeichnet Jeschonnek zurzeit.

Im Bereich Hann. Münden seien es 105,3 Prozent. „Da ist ein Sitz weggefallen, aber es wurde ein neuer ausgeschrieben, für den es schon eine Bewerbung gibt“, sagt Jeschonnek. Wenn die Stelle besetzt werde, komme Hann. Münden wieder auf eine Auslastung von 110 Prozent.

„Der Bereich Dudertstadt ist mit 112,9 Prozent ebenfalls gesperrt“, erklärt Jeschonnek. Im Altkreis Osterode seien zurzeit zwei Sitze ausgeschrieben, für die aber ebenfalls bereits Bewerbungen vorlägen. 106,2 Prozent betrage die Auslastung. „Im Altkreis Osterode wechselt es oft zwischen Sperrung und Entsperrung“, sagt Jeschonnek.

„Es gibt im Landkreis Göttingen nicht in jeder Gemeinde einen Arzt, aber in jeder Kommune“, sagt der Geschäftsführer der Bezirksstelle Göttingen. Die Ärzte verteilten sich gut über den Raum. „Die ärztliche Versorgung im Landkreis Göttingen ist traditionell gut“, sagt er. Einen Grund dafür, dass der Landkreis Göttingen dem Trend des Ärztemangels entgegenläuft - laut einer Studie der Kassernärztlichen Vereinigung werden im Jahr 2030 in Niedersachsen rund 1000 Hausärzte fehlen -, sieht Jeschonnek in der Universität und dem Uni-Klinikum. Die dort ausgebildeten jungen Ärzte und Ärztinnen blieben häufiger auch im Landkreis.

Seitdem es keine Präsenzpflicht mehr gebe - also die Pflicht, am Ort der ärztlichen Niederlassung auch zu wohnen -, sei es außerdem besser geworden mit der Auslastung der Arztpraxen auf dem Land. „Dann kann man zum Beispiel eine Arztpraxis in Ebergötzen haben, aber trotzdem in Göttingen wohnen“, sagt Jeschonnek.

Zitat: „Die ärztliche Versorgung im Landkreis Göttingen ist traditionell gut.“ Harald Jeschonnek, Geschäftsführer der Bezirksstelle Göttingen der Kassenärztlichen Vereinigung

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