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Northeimer Verein „Smiling Heart“ kümmert sich um traumatisierte Kinder

Südafrikanische Townships Northeimer Verein „Smiling Heart“ kümmert sich um traumatisierte Kinder

Um die Kinder im afrikanischen Township Capricorn bei Kapstadt kümmert sich der Northeimer Verein Smiling Heart. Im November wurde er auf Initiative von Bärbel Brandes aus Northeim gegründet. Im März eröffnete er das erste Schulgebäude für 700 Kinder.

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Hilfe für afrikanische Kinder: In diesem Neubau können sie beim Malen, Kneten und mehr ihren Traumata entkommen.

Quelle: EF

Northeim / Kapstadt. „Kinder, die in Townships unweit von Kapstadt aufwachsen, leiden nicht allein unter Armut und Krankheiten“, schildert Brandes. „Sie kommen aus Familien, in denen Gewalt an der Tagesordnung ist.“ 20 Jahre nach der Apartheid sei es den Eltern nicht gelungen, der Armut und der damit verbundenen Kriminalität zu entfliehen.

In der Hoffnung, Arbeit zu finden, hätten sie ihre Heimat verlassen und ihre Stammeswurzeln vergessen.  Mangelnde Bildung und unzureichende Sprachkenntnisse würden ihnen aber Probleme bereiten, hat Brandes bei ihren Reisen nach Afrika erfahren. Drogen und Kriminalität kämen hinzu.

Die HIV-Rate in Capricorn liege mit geschätzten 70 Prozent unglaublich hoch. In Südafrika seien sonst insgesamt 18 Prozent der Menschen betroffen. „Eltern, die hier leben, sind traumatisiert“, schildert Brandes aus Capricorn. Ihr Trauma gäben sie an die Kinder weiter.

Um diese Kinder kümmert sich der Verein Smiling Heart, der im November vergangenen Jahres mit 16 Mitgliedern gegründet wurde. Durch Kunst und therapeutische Beziehungen will das von Angela Katschke gegründete „Butterfly Art Project“ (BAP) den Kindern dort den Weg in ein neues Leben ermöglichen.

Der Verein mit Sitz in Northeim unterstützt dieses Projekt. Bislang stand Katschke für ihre Arbeit lediglich ein kleiner nur zeitweise nutzbarer Raum in einem Schulcontainer zur Verfügung. Dank Smiling Heart verfügt das Projekt nun über ein eigenes Gebäude. Die Gemeinde Vrygrond stellte das Gelände zur Verfügung. Der Neubau mit Platz für 700 Kinder wurde im März offiziell eröffnet.

In einem nächsten Schritt will der Verein für Fachpersonal mit Kunst- und Sozialpädagogen sowie Psychotherapeuten sorgen. Bisher arbeite Katschke mit geschulten Volontären aus verschiedenen Ländern, die dafür eine Auszeit nähmen. Neben der kunsttherapeutischen Behandlung traumatisierter Kinder sei dem BAP die gesamte Kunsterziehung der Gemeinde anvertraut, erzählt Brandes.

Wenn für das BAP alles geschafft ist, will Smiling Heart sich um weitere Projekte für Kinder auch in anderen Townships kümmern. Dazu benötigt der Verein finanzielle Mittel.

Menschen, die den Verein unterstützen möchten, können sich per E-Mail an brandes@omail.co.za oder unter Telefon 0 55 51 / 6 27 49 an die Vorsitzende Bärbel Brandes wenden. Weitere Infos unter: smiling-heart.org
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