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Weltreise mit Handgepäck

Göttinger Paar Weltreise mit Handgepäck

Die ehemaligen Göttinger Franziska Neukirch und Matthias Bartels sind seit sechs Monaten auf Weltreise. Das Paar hat keine Reiseroute geplant und bereist bis jetzt nur mit Handgepäck zehn Länder. Derzeit sind sie in Kolumbien und erzählen von ihrer Reise.

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Franziska Neukirch und Matthias Bartels aus Göttingen auf einem Lama in Bolivien

Quelle: r

Göttingen/Santa Marta, Kolumbien. Gebürtige Göttinger sind sie nicht. Das Studium in Göttingen brachte Neukirch und Bartels zusammen. Seit siebeneinhalb Jahren sind sie ein Paar, und einige große Reisen liegen bereits hinter ihnen. Der spontane Entschluss, um die Welt zu reisen, fällt im August 2016. „Job und Wohnung haben wir gekündigt,“ erzählt Bartels. Drei Monate später sind sie in Nepal.

„Ein One-Way-Ticket und zwei Nächte im Hostel haben wir uns gebucht,“ erzählt Neukirch. Mit möglichst wenig Planung und Handgepäck will das Paar die Welt entdecken. Beide seien schon immer durchorganisierte Menschen gewesen, sagt Bartels. Mit dem Entschluss, ohne Route zu reisen, wollen sie sich alle Möglichkeiten offen lassen, um auf Geschehnisse reagieren zu können oder Empfehlungen folgen zu können, erklärt er weiter. Packen, Impfungen und Finanzierung forderten ihnen zunächst einiges organisatorisches Talents ab: „Andere bereiten sich ein Jahr vor, wir hatten nur einen Bruchteil dieser Zeit,“ erzählt Neukirch lachend.

Das Paar ist von seinem Reisekonzept überzeugt: wenig Gepäck und keine Route. „Je weniger Krempel man mit sich hat, umso leichter ist das Reisen,“ erklärt Bartels. Durch viel Recherche im Voraus, fiel ihnen das Packen nicht so schwer wie erwartet. Bei niedrigen Temperaturen könne man vor Ort ideal lokale Kleidung kaufen, erklärt Neukirch. In Chile investierten die Göttinger gegen die Kälte in Alpakapullover. „Wenn die Reise weiter geht, verschenkt wir die Sachen,“ erzählt Bartels.

Bolivien: Salar de Uyuni

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Spontanität zählt ebenso zum Reisekonzept. Die Reisenden haben in sechs Monaten zehn Länder erkundet: Nepal, Peru, Nicaragua, Mexiko, Indien, Guatemala, Chile, Bolivien, Australien und Argentinien haben die ehemaligen Göttinger zusammen bereist. Und viele weitere Länder werden noch folgen, sagt Neukirch.

Zwei der bereisten Länder sind Favorit des Paars: „Nepal und Nicaragua sind unsere absoluten Lieblingsländer,“schwärmt Bartels. Mit sieben Wochen war der Aufenthalt in Nicaragua einer ihrer längsten. Das Reisevisum in Nepal war hingegen auf 30 Tage begrenzt. „ Aber wir könnten uns vorstellen, dorthin zurückzukehren,“ erklärt die ehemalige Göttingerin.

Das Paar beschreibt den Umgang während der Reise miteinander: „Es klappt gut mit uns beiden,“ sagt Neukirch. Mit der Zeit kenne man die Macken des anderen, erzählt sie weiter. Kompromisse zu vereinbaren und die Wünsche des anderen zu beachten, empfinden die beiden als wichtig. „Jetzt sind wir ein gutes Team,“ erzählt Bartels. „Matthias ist eher der Abenteuertyp,“ beschreibt Neukirch. Sie lasse sich dann auch oft von Aktionen überzeugen. Fast alles unternähmen sie zusammen, sagt sie.

Dass Reisen nicht nur entspannend ist, verdeutlicht Bartels. „Während dieser Reise haben wie eine Art Alltag entwickelt,“ erklärt Neukirch. Es gehe darum Flüge zu buchen, Unterkünfte zu suchen und sich stetig in neue Kulturkreise einzufinden. Ein Dauerurlaub sei es gewiss nicht, sagt sie lachend.

Auf einem Internetblog dokumentiert das Göttinger Paar seine Reise. Neukirch ist für das Texten zuständig, Bartels ist der Videograf. „Hauptsächlich machen wir das, um unsere Erinnerungen festzuhalten,“ erläutert Bartels. Internet finden sie fast überall: „Selbst in Nepal gab es auf 3500 Höhenmeter Internet,“ erklärt er weiter. Die Suppe wird auf einem Holzfeuer gekocht, aber immerhin gebe es Internet.

Wann die Reise endet, blieb am Anfang offen. Vor kurzem ist die Entscheidung zum Heimfahren gefallen: Mitte November fliegt das Paar von Bangkok zurück nach Hause. Wie sie nach Bangkok kommen, sei natürlich nicht geplant, erzählt Neukirch lachend.

Von Pauline Eberwein

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