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Ortsrat übt Kritik an Windrad-Vorrangfläche bei Güntersen

Abstand wahren Ortsrat übt Kritik an Windrad-Vorrangfläche bei Güntersen

Erhebliche Zweifel haben die Mitglieder des Ortsrates Güntersen an der Eignung einer Vorrangfläche für Windkraftanlagen, die von Stadtplanern in einem Vorentwurf südlich des Dorfes ausgewiesen wurde. Als Grund gab Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann (Grüne) auf einer Informationsveranstaltung für Anwohner an, dass die derzeitigen Abstandsvorgaben nicht groß genug bemessen seien.

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Windrad: Wie viel Abstand?

Quelle: Kunze

Güntersen. Die Vorrangfläche bei Güntersen grenzt an ein Mischgebiet des Ortes, das aus Wohn- und Geschäftsbebauung besteht. Für diese Fläche ist im Entwurf der Potenzialstudie der Planungsgruppe Lange Puche ein Abstand von 575 Metern vorgesehen. Für Wohnbauflächen schlagen die Planer 850 Meter und einen Sicherheitsabstand von zusätzlichen 350 Metern vor.

Grundlage für diese Zahlen sind neben der DIN-Norm 18005 für Schallschutz im Städtebau Empfehlungen des Niedersächsischen Landkreistages und des Deutschen Naturschutzrings sowie das Windenergiekonzept für den Landkreis Göttingen.

Der Ortsrat schätzt diese Abstände als zu gering an und forderte die gleiche Abstandsregelung, die auch für Wohnsiedlungen besteht: „Ich fordere die Gleichbehandlung mit Wohnbauflächen“, sagte Hasselmann und betonte gleichzeitig: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Windräder. Wir brauchen sie, wenn die Energiewende gelingen soll.“

Standort nicht geeignet

Einzig der Standort zwischen Güntersen und der Nachbarortschaft Imbsen sei, sofern ein erträglicher Abstand zu Siedlungsgebieten eingehalten werden soll, nicht geeignet.

Lothar Querfurth, Mitarbeiter der Bauabteilung im Adelebser Rathaus, machte auf der vor der Informationsveranstaltung stattfindenden Ortsratssitzung darauf aufmerksam, dass die Erstellung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen generell positiv zu werten sei. Die Ausweisung konkreter Flächen beschränke Investoren rechtlich auf diese Gebiete und wirke einer Verspargelung der Landschaft entgegen.

 jro

Anwohner haben zwischen dem 24. März und 25. April die Möglichkeit, die Pläne im Rathaus Adelebsen einzusehen und schriftlich Veränderungsvorschläge einzureichen.

Diese sollen dann vom Gemeinderat abgewogen werden. Am Mittwoch, 26, März gibt es in der Mehrzweckhalle Lödingsen eine Bürgeranhörung zum Thema.

Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Entwurf der Potenzialstudie ist online einsehbar unter adelebsen.de

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