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Ostern dieses Jahr ohne Osterfeuer

Hetjershausen Ostern dieses Jahr ohne Osterfeuer

Zum ersten Mal seit langer Zeit wird es in diesem Jahr kein Osterfeuer in Hetjershausen geben.

Die Erfüllung der von der Stadt Göttingen vorgegebenen Auflagen für die Organisation des Osterfeuer gestalteten sich „mit jedem Jahr schwieriger“, begründet Ortsbrandmeisterin Antje Heyroth die Entscheidung gegen die Traditionsveranstaltung. Die Feuerwehr hatte in der Vergangenheit stets die Organisation des Feuers übernommen. Als Beispiel führt Heyroth die Anlieferung von nicht genehmigten Brennmaterial, etwa Müll, am Osterfeuerplatz an. „Obwohl der Verantwortliche keinen Einfluss auf diese Anlieferung hat, ist er organisatorisch und finanziell für die für die ordnungsgemäße Entsorgung zuständig“, sagt Heyroth. Während es in den vergangenen zwei Jahren nicht zu Problemen gekommen sei, so die Ortsbrandmeisterin, sei 2008 wiederholt ungeeignetes Material, Schlachtabfälle und Holzpaletten, am Osterfeuer abgeladen worden. Hier habe man Anzeige erstattet. Zudem, so Heyroth, habe es von Seiten der Stadt eine Bußgeldandrohung gegeben, weil der Platz nicht wieder in seinen „Urzustand“ versetzt worden sei.

Nach den Bestimmungen der Stadt dürfen bei Osterfeuern nur unbehandeltes Holz, vor allem Baumschnitt verbrannt werden. Nicht erlaubt sind hingegen etwa Sperrholz, Pappe, Kunststoff oder Abbruchholz. Brandreste müssen „unverzüglich“ innerhalb von drei Wochen entsorgt werden. „Selbstverständlich haben wir uns in der Vergangenheit an diese Vorgaben gehalten, allerdings mit jährlich wachsendem Aufwand an Arbeitsstunden und Gerät“, sagt Heyroth. Ihr Eindruck: „An den Richtlinien hat die Stadt nichts geändert, die Kontrollen sind aber viel schärfer geworden. Für den, der den Hut aufhat, wird es immer schwieriger.“

In der Göttinger Verwaltung stößt diese Haltung der Hetjershäuser Feuerwehrchefin auf Unverständnis. Dass bei der Ausrichtung eines Osterfeuers eine verantwortliche Person genannt wird, sei doch „das Normalste auf der Welt“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson gegenüber dem Tageblatt. „Selbst Pfadfinder benennen einen Verantwortlichen, wenn sie im Wald ein Lagerfeuer machen wollen.“ In allen Göttinger Ortsteilen funktioniere dieses „ganz selbstverständliche Verfahren für die Veranstaltung der Osterfeuer seit zig Jahren“, sagt Johannson und macht deutlich, dass es dabei nicht um die „persönliche“ Verantwortung gehe. „Es geht um die autorisierte Vertretung des Veranstalters. Das ist bei – den unter Versicherungsschutz stehenden – Ortsfeuerwehren üblicherweise die Leitung der Wehr. In anderen Ortsteilen besteht deswegen jedenfalls überhaupt kein Problem.“ So seien im Stadtgebiet in diesem Jahr 15 Osterfeuer „in bewährter Manier“ angemeldet und zugelassen worden.
Stadtrat Hans-Peter Suermann sowie Ortsbürgermeister Holger Bock (CDU) haben nun der Hetjershäuser Ortfeuerwehr zugesagt, sich um die Problematik zu kümmern.

von Michael Brakemeier

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