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Osterurlaub wie in den ersten Jahren des Campings

Eriba-Treffen Osterurlaub wie in den ersten Jahren des Campings

Eine der ersten Firmen, die auf das Reisefieber der 1950er Jahre reagierte und Wohnwagen herstellte, war „Eriba“ aus Baden-Württemberg. Die Wagen werden immer noch geschätzt, alte Modelle gelten sogar als Kultobjekte. In Dransfeld traf sich der „Eriba Touring Club“ zu seinem Ostertreffen.

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Findet Raum auch in der kleinsten fahrbaren Hütte: Familie Braun aus Karlsruhe.

Quelle: Heller

Das Bild erinnert an Urlaubsfotos aus den 50er und 60er Jahren: Sauber aufgereiht auf dem hinteren Teil des Dransfelder Campingplatzes stehen 60 Wohnwagen der Marke „Eriba Touring“. Einige, wie das Modell „Puck“, wirken so winzig, dass ein erholsamer Campingurlaub in ihnen kaum möglich erscheint.

„Vom kleinen ,Puck‘ bis zum großen ,Titan‘ sind alle Modelle bei diesem Ostertreffen dabei“, sagt Andreas Roppel, Organisator der Treffens. Er selbst ist stolzer Besitzer eines „Odin“ Wagens von 1981 und seit 2002 Mitglied im „Eriba-Touring-Club“.

„,Eriba-Touring‘ ist eine Kultmarke. Mit ihnen zu reisen, ist eine Rückkehr zur Urform des Campings“, erklärt Roppel. Die Besitzer schätzen an den Modellen, dass sie „schön klein, handlich und daher auch energiesparend sind“, sagt Martin Braun. Der 28-jährige Karlsruher hat vor zwei Monaten einen „Puck“ aus dem Jahre 1968 erworben – für den Familienurlaub mit Frau und zwei Kindern. Der Kauf sei ein volles Risiko gewesen, denn die Optik des Wagens habe ihn bestochen, aber ob seine Familie auch in den Wagen passt und ein geruhsamer Schlaf möglich ist, wusste er zu dem Zeitpunkt noch nicht. Und wie schlafen die vier in dem 1,60 mal 2,50 Meter kleinen Wohnwagen? „Wir legen uns quer. Das sieht zwar komisch aus, passt aber ganz gut,“ erklärt Braun. Auch Ehefrau Tanja ist angetan: „Es sieht nicht so aus, aber wir haben Platz ohne Ende.“

In Dransfeld treffen sich zu Ostern einschließlich der Kinder 135 „Eriba“-Fans und 17 Hunde. „Wir haben einen Campingplatz gesucht, der in der Mitte von Deutschland liegt, damit die Anreise für möglichste viele Clubmitglieder gleich lang ist. Zudem war wichtig, dass ein Kinderprogramm angeboten wird und Hunde erlaubt sind“, erklärt Roppel die Wahl der Örtlichkeit. Die meisten der 271 Clubmitglieder kommen aus Deutschland, einige aber auch aus Portugal, Spanien und anderen europäischen Ländern.

Die Wohnwagen werden seit 1958 in Bad Waldsee in Baden-Württemberg gebaut. „Damals brauchte man den Luxus einer eingebauten Toilette noch nicht“, so Roppel. Die Bezeichnung „Eriba“ setzt sich aus dem Vor- und Nachnamen des Konstrukteurs Erich Bachem zusammen.

Corinna Berghahn

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