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Otterbein-Verabschiedung mit hörbaren Untertönen

Adelebsen Otterbein-Verabschiedung mit hörbaren Untertönen

Emotional ging es im Gemeinderat Adelebsen bei der Verabschiedung der Gleichstellungsbeauftragten Reinhild Otterbein zu, die alle Ämter zum Jahresende niedergelegt hat. Offen wurden die im Hintergrund schwelenden Konflikte dabei nicht angesprochen, aber es gab deutlich hörbare Untertöne.

Die Kritik der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Angelika Kruse, Otterbein habe aus der Politik zu wenig Unterstützung erfahren, wies die Gruppe aus SPD und Grünen zurück. Margrit Wolter (SPD) würdigte das „unermüdliche Engagement“ Otterbeins, die ihr Amt mehr als ausgefüllt habe. Wer sich engagiere, rufe aber auch viele Neider auf den Plan, so Wolter. Das Gefühl der Enttäuschung über eine Ablehnung dürfe aber nicht dazu führen, gut gemeinte Unterstützungsversuche nicht mehr wahrzunehmen. Otterbein sei es am Ende wohl nicht mehr gelungen, die positiven Aspekte zu sehen.

Von der Verwaltung hätte sie sich allerdings mehr Unterstützung für Otterbein gewünscht, so Wolter. Sie nannte die Stichworte eigenes Büro, Computer und Telefon sowie eine stärkere Einbeziehung in das Rathauskollegium: „Ich hoffe, dass sich die Fehler nicht wiederholen.“

Bürgermeisterin Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) wies die Kritik zurück und unterstrich den Wert von Otterbeins Arbeit: „Wir bedauern, dass Sie aufhören.“ Man sei aber auch mal unterschiedlicher Meinung gewesen – starke Persönlichkeiten könnten auch mal aufeinanderprallen. Ein eigenes Büro sei bisher aus baulichen Gründen nicht möglich gewesen. Hartmut Koch (CDU) dankte Otterbein für ihre Arbeit und sagte, sie habe im Flecken „Meilensteine gesetzt“. Otterbein selbst gab einen umfassenden Tätigkeitsbericht für 2009 und äußerte sich nicht zu ihren Gründen, alle Ämter – auch die Leitung des Mehrgenerationenzentrums – niederzulegen. Wohl aber wies sie in einer allgemein gehaltenen Rede darauf hin, dass auch in der modernen Gesellschaft Ehrlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit und soziales Engagement wichtige Werte seien.

Von Jörn Barke

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