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Pächter will Räumung nicht bezahlen

Illegales Chemikalienlager Pächter will Räumung nicht bezahlen

Das illegale Chemielager in einer Industriehalle in Grone, das bei einem Großbrand im März dieses Jahres entdeckt worden war, beschäftigt nicht nur die Ermittler, sondern auch das Verwaltungsgericht. Der Pächter der Halle habe eine Klage gegen einen Kostenbescheid der Stadt Göttingen eingereicht, teilte Stadtsprecher Detlef Johannson auf Anfrage mit.

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Unter Vollschutz: Bergung des Chemikalien-Mülls im März.

Quelle: SPF

Grone. Die Stadt hatte nach dem Großbrand ein Spezialunternehmen mit dem Transport, der Zwischenlagerung und der Entsorgung der in der Halle gelagerten Stoffe beauftragt. Insgesamt habe die Räumung etwa 150 000 Euro gekostet, sagte Johannson. Die genaue Höhe stehe noch nicht fest, da immer noch kleinere Rechnungen eingingen. Die Stadt ist zunächst in Vorleistung getreten und stellt ihrerseits dem Pächter der Halle die Kosten in Rechnung. In dem ersten Bescheid ging es um etwa die Hälfte des voraussichtlichen Gesamtbetrages.

Durch den Großbrand waren die Behörden darauf gestoßen, dass in der Halle meterhoch bis zur Decke Chemikalien gestapelt waren. Unter anderem fanden die Ermittler mehrere hundert Liter unterschiedlichster Säuren, darunter mehr als 100 Liter Flusssäure, die als gefährliches Kontaktgift gilt. Außerdem waren dort große Mengen an Laugen, entzündlichen Lösungsmitteln und Peroxiden gelagert.

Gegen den Pächter der Halle, einen Chemiker aus Einbeck, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen und des unerlaubten Betreibens von Anlagen. Der Chemiker war bereits 2007 durch einen Umweltskandal in die Schlagzeilen geraten. Er hatte als Geschäftsführer einer Recyclingfirma in Einbeck mehrere Jahre lang in einer angepachteten Halle in Fredelsloh (Kreis Northeim) ein illegales Chemikalien-Lager betrieben. Die Räumung des Giftmülllagers hatte damals Kosten von rund einer Million Euro verursacht, für die bislang die Steuerzahler aufkommen mussten. Nach Angaben des Gewerbeaufsichtsamtes hatte der Chemiker nur einen unbeachtlichen Teil der Summe zurückgezahlt.

pid

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Die Feuerwehr hat gestern, am Freitag, 29. April, am Rand der Northeimer Innenstadt aus einem leerstehenden Haus 35 Kilo teils gefährliche Chemikalien geborgen. Dabei handelt es sich unter anderem um Magnesiumpulver, roten Phosphor und giftiges Kaliumthiocyanat.

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