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Parkplatz-Chaos am Göttinger Kiessee

Grüne für Parkgebühren Parkplatz-Chaos am Göttinger Kiessee

„Wochenend, Sonnenschein, brauchst du mehr, um glücklich zu sein?“, fragen die Comedian Harmonists. „Einen Parkplatz am Kiessee“, hätten viele Naherholung suchende Göttinger vermutlich am Sonntag auf die Frage aus dem 30er-Jahre-Schlager geantwortet.

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Wildes Parken auf der Wiese: Bei bestem frühlingshaften Wetter sind Parkplätze am Kiessee Mangelware.

Quelle: Bode

Göttingen. Denn Parkplätze waren dort Mangelware, eine landwirtschaftlich genutzte Wiese westlich der Vereinsheime wurde in Beschlag genommen.

Tiefe Spuren im weichen Boden waren die Folge. „Schon ab 11 Uhr waren keine Parkplätze mehr zu bekommen“, schildert Gerd Bode von der Waspo 08. Der Suchverkehr sei den ganzen Tag über beträchtlich gewesen.

Abhilfe für das Parkplatzproblem soll nun die Öffnung des großen Parkplatzes am Jahnstadion für den öffentlichen Verkehr schaffen. Darauf hat sich jetzt der Bauausschuss verständigt und stimmte einstimmig einem entsprechenden Verwaltungsvorschlags zu. Damit stehen künftig knapp 240  Parkplätze in rund 300 Metern Entfernung zum Kiessee zur Verfügung.

Gleichzeitig beauftragte der Ausschuss – gegen die Stimmen der Grünen – die Verwaltung zu prüfen, ob nicht darüberhinaus „weitere Stellplätze westlich des Kiessees in geringem Umfang“, mit Plätzen für Behinderte, eingerichtet werden können. Eine große Lösung mit bis zu 250 Plätzen lehnten alle Fraktionen ab.

„Dann werden die Lahmen das Laufen lernen“

„Irgendwas in der Größenordnung zwischen zehn und 30“, sagte Christian Henze von der SPD, die den Antrag eingebracht hatte und vor allem Abhilfe für die Mitglieder und Besucher der Sportvereine am Kiessee schaffen will. Für diese sei der Platz am Stadion zu weit entfernt. Er sah den Antrag als „kleine Hilfe“ für die ansässigen Vereine.

Sabine Morgenroth von den Grünen argumentierte, dass bis zu 30 Parkplätze keine Kleinigkeit seien. „Wir sollten nicht immer weiter Raum für Autos zur Verfügung stellen.“ Viel mehr müsse es das Ziel für das Naherholungsgebiet sein, den „Individualverkehr zurückzudrängen“.  Ihr Vorschlag, am Kiessee Parkgebühren zu nehmen, wurde außer von Parteikollege Ulrich Holefleisch nicht weiter diskutiert.

Holefleisch regte an, im Fall der Fälle für die Plätze direkt am Kiessee höhere Gebühren als für die Plätze am Jahnstadion zu nehmen. „Dann werden die Lahmen das Laufen lernen“, sagte er.

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