Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Gewitter

Navigation:
Partnerschaften: Viele Städte und Gemeinden haben enge internationale Beziehungen

„Heute sind wir Freunde“ Partnerschaften: Viele Städte und Gemeinden haben enge internationale Beziehungen

Als die deutschen Bomber wieder abgedreht waren, war fast die ganze Stadt zerstört. Gerade 74 Jahre ist das her, und bei manchen Wieluńern ist die Erinnerung daran wach wie am Tag danach. Und doch sagt Bürgermeister Janusz Antczak gut 70 Jahre später mit einem offenen herzlichen Lächeln: „Heute sind wir Freunde, und heute haben wir viele Freunde – gerade hier.“

Voriger Artikel
Erweiterungfür bauliche Erweiterung in Ballenhausen abgewiesen
Nächster Artikel
Schul-Essen: Stadt legt 660 000 Euro Mensa drauf

Traditionsbewusst: Die Delegation aus Adelebsens Partnerstadt Wieluń präsentiert sich im Kaufpark in historischen Kostümen.

Quelle: EF

Adelebsen/Wieluń/Göttingen. Mit „hier“ meint er Adelebsen. Seit 14 Jahren ist die polnische Stadt Wieluń (und ihre benachbarte Gemeinde Ostrówek) Partner des Flecken.

Eine gelebte Partnerschaft auf vielen Ebenen, und für die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen ein „gelungene deutsch-polnische Freundschaft“, sagt ihr Vorsitzender Harm Adam. Am Freitagabend stellten die Adelebser und Wieluńer den Mitgliedern der Gesellschaft ihre Partnerschaft und die Stadt in der Woiwodschaft Łódź vor. Zugleich präsentierten sie sich zurzeit bei den Internationalen Wochen im Groner Kaufpark.

  Dort sind noch bis Sonntag die Stadt Göttingen, viele Nachbargemeinden Schulen und andere Einrichtungen mit ihren internationalen Partnerschaften vertreten.

6500 Einwohner hat der Flecken Adelebsen, 23 000 die Stadt Wieluń. Trotz dieses Unterschiedes „lebt“ die Partnerschaft der beiden, sagt Adelebsens Bürgermeisterin Dinah Stollwerck-Bauer (CDU). Zu offiziellen Anlassen und immer häufiger auch zu privaten Ereignissen gebe es Besuche und Gegenbesuche, ergänzt Gemeindebrandmeister Volker Keilholz, „die Gastfreundschaft der Wieluńer ist eigentlich kaum zu beschreiben“.

„Dort habe ich feiern gelernt“, schwärmt auch der Vorsitzende des Partnervereins, Norbert Hilke. Getragen werde die Partnerschaft von drei Säulen. An erster Stelle von der Feuerwehr: Sie organisiere gemeinsame Sommerlager, Ausbildungseinheiten und habe ihren Freunden für den Aufbau der dortigen Feuerwehr schon etliche Fahrzeuge und anderes Material organisiert.

An zweiter Stelle vom Förderverein, der sich mit vielen Geräten und Spenden vor allem um eine bessere Gesundheitsversorgung in Polen bemühe. Und schließlich von der Haupt- und Realschule mit ihren Austauschfahrten.

Ähnlich sind viele Partnerschaften im Raum Göttingen gestaltet. Wie in Adelebsen werden auch die Verbindungen der Stadt Göttingen von einem Verein getragen. Der feiert sein zehnjähriges Bestehen. Ein Festakt dazu beginnt am Freitag, 3. Mai, um 17 Uhr im Kaufpark. Eine noch ganz junge Partnerschaft gibt es zwischen dem Landkreis Göttingen und der guatemaltekischen Gemeinde Comalapa. Erst vor Ostern wurde sie mit der Unterzeichnung der Urkunden besiegelt – auch in der Maya-Sprache Kaqchikel.  

Über ihre Partnerschaften informieren Kommunen noch bis einschließlich Sonntag, 5. Mai, auf den internationalen Wochen im Kaufpark – mit Bühnenprogramm.

Gelebte Partnerschaften

Fast alle Gemeinden im Kreis, der Landkreis selbst und die Stadt Göttingen pflegen Partnerschaften mit anderen Städten und Gemeinden. Dazu kommen noch etliche Partnerschaften zwischen Dörfern. Eine Auswahl auf Kreis- und Gemeindeebene:

Stadt Göttingen: Torun (Polen), Cheltenham (England), Pau (Frankreich), Lutherstadt Wittenberg (Deutschland), Nanjing (China) und La Paz Centro (Nicaragua);

Landkreis Göttingen: District Stroud (England), London Borough of Hackney (England), Ville de Suresnes (Frankreich), Komitat Fejér (Ungarn), Mujeres Mayas (Projektpartnerschaft in  Guatemala) und „freundschaftliche Verbindungen“ mit Region Usti (Tschechien), Landkreis Koscierzyna (Polen), Berlin Steglitz, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge;

Adelebsen: Gemeinde Ostrowek und Stadt Wieluń (Polen); Samtgemeinde Dransfeld: Rácalmás (Ungarn);

Stadt Dransfeld: Stadt Rothenburg / Oberlausitz, Descartes (Frankreich); Gemeinde Scheden: Garancière (Frankreich);

Stadt Duderstadt: Tauberbischofsheim, Combs-la-Ville (Frankreich),  Kartuzy (Polen); Flecken Gieboldehausen: Gárdony (Ungarn);

Hann.Münden: Chelmno (Polen), Suresnes (Frankreich), Holon (Israel), Hackney (England); Rosdorf: Zubrí (Tschechien);

Staufenberg: Pusztaszabolcs (Ungarn);

Friedland: Houdan (Frankreich), und neun weiteren Friedlands in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Rußland (heute Prawdinsk), Tschechien (Frydlant in Böhmen und Mähren), Polen (heute die Ortschaften Korfantow, Mieroszow, Debrzno und Mirosławiec). us

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Freundschaft statt Mauern
Schwungvoll: Darbietung des Tanz- und Musik-Ensembles Beskyd aus Zubři.

„20 let partnerstvi“ stand auf dem Transparent über der Bühne – „20 Jahre Partnerschaft“. Zurzeit weilen 170 Gäste aus der tschechischen Partnerstadt Zubři zu den mehrtägigen Feierlichkeiten in Rosdorf.

mehr
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 6. bis 12. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt